in 18 Monaten durch die Bibel

1. Chronik 24 scheint auf den ersten Blick wenig mit Jesus zu tun zu haben. Das Kapitel enthält hauptsächlich die Einteilung der Priester in 24 Dienstabteilungen. Doch gerade diese Ordnung weist prophetisch auf das Erlösungswerk Jesu hin. Im Neuen Testament wird deutlich, dass alles, was den Priesterdienst betraf, letztlich auf Christus hinwies.

1. Der Priesterdienst weist auf den vollkommenen Hohenpriester Jesus hin

In 1. Chronik 24 ordnet David den Dienst der Nachkommen Aarons. Jeder Priester hatte seine festgelegte Zeit, in der er im Tempel diente.

Das zeigt:

  • Gott ist ein Gott der Ordnung.
  • Der Zugang zu Gott geschieht durch den Priesterdienst.
  • Das Volk braucht einen Vermittler zwischen Gott und Mensch.

Doch alle diese Priester hatten ein Problem:

  • Sie waren selbst Sünder.
  • Sie mussten zuerst für ihre eigenen Sünden opfern.
  • Sie starben irgendwann.
  • Deshalb brauchte es immer neue Priester.

Hier erfüllt Jesus alles.

Hebräer 7,27

„...der es nicht täglich nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen, dann für die des Volkes; denn dies hat er ein für alle Mal getan, indem er sich selbst geopfert hat.“

Jesus ist der endgültige Hohepriester.

2. Viele Priester – ein vollkommener Priester

In 1. Chronik 24 braucht Israel 24 Priesterklassen, damit der Tempeldienst niemals aufhört.

Warum?

Weil kein einzelner Priester den Dienst dauerhaft erfüllen konnte.

Jesus dagegen braucht keinen Nachfolger.

Hebräer 7,24–25

„Er aber, weil er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum.“

Während ständig neue Priester eingeteilt werden mussten, lebt Jesus ewig und tritt ununterbrochen für uns ein.

Das Erlösungswerk Jesu ist deshalb vollkommen und dauerhaft.

3. Das Los entscheidet – Gott bestimmt

In 1. Chronik 24 wurden die Dienstabteilungen durch das Los festgelegt.

Das zeigt:

  • Nicht Menschen bestimmen den Dienst, sondern Gott selbst.
  • Auch Jesu Kommen war kein Zufall.
  • Schon lange vorher hatte Gott seinen Erlösungsplan festgelegt.
  • Jesus kam genau zur von Gott bestimmten Zeit.

Galater 4,4

„Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn...“

Gottes Heilsplan war von Anfang an geordnet.

4. Der Tempeldienst war ständig nötig – Jesu Opfer genügt ein für alle Mal

Die Priester mussten:

  • täglich Opfer bringen,
  • morgens und abends dienen,
  • Jahr für Jahr denselben Dienst verrichten.

Warum?

Weil die Sünde niemals endgültig beseitigt wurde.

Jesus dagegen opferte sich einmal.

Hebräer 10,11–14

Jeder Priester steht täglich da und verrichtet den Dienst ... Christus aber hat ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht ... Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht.

Hier liegt der große Unterschied.

Die Priester wiederholten.

Jesus vollendete.

5. David bereitet den Tempeldienst vor – Jesus eröffnet den Zugang zu Gott

David durfte den Tempel nicht bauen, bereitete aber alles vor:

  • Priester
  • Leviten
  • Sänger
  • Torhüter
  • Dienste

Alles wurde vorbereitet, damit Gottes Gegenwart in der Mitte seines Volkes wohnen konnte.

Jesus tat noch viel mehr.

Er öffnete selbst den Weg in Gottes Gegenwart.

Als Jesus starb,

  • zerriss der Vorhang,
  • der Zugang zum Allerheiligsten wurde frei.

Was der Tempeldienst nur symbolisch zeigte, machte Jesus endgültig möglich.

6. Die Priester dienen Gott – heute dienen alle Gläubigen

Durch Jesu Erlösungswerk verändert sich auch unsere Stellung.

Früher dienten nur die Nachkommen Aarons als Priester.

Heute dürfen alle Erlösten Gott dienen.

1. Petrus 2,9

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum...“

Das bedeutet:

Wir bringen keine Tieropfer mehr.

Wir bringen

  • Lob,
  • Dank,
  • Anbetung,
  • unser Leben.

Jesus hat uns zu Priestern Gottes gemacht.

7. Eine interessante Verbindung zum Neuen Testament

In Lukasevangelium 1 wird berichtet, dass der Priester Zacharias zur Abteilung Abija gehörte.

Genau diese Abteilung wird bereits in 1. Chronik 24,10 erwähnt.

Dadurch sehen wir, wie die in 1. Chronik festgelegte Priesterordnung Jahrhunderte später noch Bestand hatte. Während Zacharias seinen Priesterdienst verrichtete, kündigte Gott die Geburt von Johannes der Täufer an – des Wegbereiters für Jesus Christus. Die Ordnung aus 1. Chronik wird so Teil der Heilsgeschichte, die schließlich in Christus ihren Höhepunkt findet.

Was bedeutet das für mein Leben?

  1. Ich brauche keinen menschlichen Priester mehr, denn Jesus ist mein vollkommener Hoherpriester.
  2. Ich muss Gott nicht durch wiederholte Opfer versöhnen – Jesus hat alles vollbracht.
  3. Ich darf jederzeit zu Gott kommen, weil Jesus den Zugang geöffnet hat.
  4. Ich darf Gott heute selbst als Teil eines königlichen Priestertums dienen.
  5. Ich darf darauf vertrauen, dass Gottes Heilsplan vollkommen geordnet ist und er auch mein Leben in seiner Hand hält.

Zusammenfassung

1. Chronik 24 beschreibt die Ordnung des alttestamentlichen Priesterdienstes. Diese Ordnung macht deutlich, dass der Mensch einen Mittler braucht. Die vielen Priester, ihre zeitlich begrenzten Dienste und die ständig wiederholten Opfer zeigen jedoch ihre Unvollkommenheit. Jesus erfüllt all das endgültig: Er ist der ewige Hohepriester, der sich selbst als vollkommenes Opfer dargebracht hat. Durch sein Erlösungswerk ist der Weg zu Gott für alle geöffnet, und alle Gläubigen dürfen nun als königliche Priester in seiner Gegenwart leben und ihm dienen. Somit ist 1. Chronik 24 nicht nur eine Liste von Dienstplänen, sondern ein Vorausblick auf den vollkommenen Priesterdienst Jesu Christi.

    Erklärung der Farben

    im Bibeltext

    Blau Handeln Gottes
    Blau Rede Gottes
    Rot Betrift mein Leben
    Grün

    Verheißung / Versprechen

    Grün Verheißung / Versprechen
    Braun wichtig
    Beige wichtig
    Türkis Jesus
    Gelb Heiliger Geist