3. Mose 10 und Jesus Christus – Gottes Heiligkeit und der einzige Weg der Erlösung

  1. Mose 10 ist eines der ernstesten Kapitel der Bibel. Direkt nach der Offenbarung der Herrlichkeit Gottes und der Annahme des Opfers (3. Mose 9) folgt plötzlich Gericht. Dieses Kapitel zeigt uns eindrücklich: Gott ist heilig – und der Mensch kann sich ihm nicht auf eigene Weise nähern. Gerade dadurch wird die Notwendigkeit des Erlösungswerks Jesu Christi umso deutlicher.

1. Fremdes Feuer – selbstgewählte Anbetung

„Da nahmen Nadab und Abihu, die Söhne Aarons, jeder seine Pfanne, taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten vor dem HERRN fremdes Feuer dar, das er ihnen nicht geboten hatte.“ (3. Mose 10,1)

Nadab und Abihu treten vor Gott – aber nicht nach seinem Wort. Ihr Handeln ist geprägt von:

  • Eigenwillen statt Gehorsam
  • menschlicher Kreativität statt göttlicher Offenbarung
  • religiösem Eifer ohne göttliche Grundlage

Zentrale Wahrheit: Gott bestimmt selbst, wie man ihm nahen darf.

2. Feuer zum Gericht – der Ernst der Heiligkeit Gottes

„Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, und sie starben vor dem HERRN.“ (3. Mose 10,2)

In 3. Mose 9 kommt Feuer zur Annahme des Opfers – in 3. Mose 10 kommt Feuer zum Gericht. Derselbe heilige Gott handelt konsequent.

➡ Ohne das von Gott eingesetzte Opfer gibt es keinen Schutz vor seinem Gericht.

3. Warum menschliche Wege nicht retten

  1. Mose 10 zeigt schmerzhaft: Gute Absichten, religiöser Dienst und Nähe zum Heiligtum ersetzen keinen Gehorsam.

Erfüllung in Jesus Christus:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)

Wo Nadab und Abihu einen eigenen Weg wählen, ist Jesus der einzige von Gott gegebene Weg.

4. „Ich will mich heilig erweisen“ – Kreuz und Gerechtigkeit

Mose spricht zu Aaron:

„In denen, die mir nahen, will ich mich heilig erweisen.“ (3. Mose 10,3)

Am Kreuz Jesu Christi wird diese Aussage erfüllt. Gott bleibt:

  • vollkommen heilig
  • vollkommen gerecht
  • und zugleich vollkommen gnädig

Jesus trägt das Gericht, das wir verdient hätten, damit Gott gerecht bleibt und den Sünder rechtfertigt (vgl. Römer 3,26).

5. Aarons Schweigen – ein prophetischer Schatten

„Und Aaron schwieg.“ (3. Mose 10,3)

Dieses Schweigen ist voller Schmerz und Ehrfurcht.

Hinweis auf Christus:

„Er tat seinen Mund nicht auf.“ (Jesaja 53,7)

Aaron schweigt, weil seine Söhne sterben. Jesus schweigt, während er selbst den Tod erleidet – stellvertretend für uns.

6. Kein Dienst nach eigenen Vorstellungen

Gott erklärt den Priestern ihren Auftrag:

„… damit ihr unterscheidet zwischen heilig und unheilig.“ (3. Mose 10,10)

Der priesterliche Dienst soll Gottes Wort widerspiegeln, nicht menschliche Ideen.

Erfüllung in Christus:

„Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet.“ (Johannes 12,49)

Jesus dient vollkommen nach dem Willen des Vaters – deshalb ist sein Dienst rettend.

7. Fremdes Feuer und das wahre Opfer

„Fremdes Feuer“ steht sinnbildlich für:

  • eigene Werke
  • religiöse Leistung
  • selbstgemachte Frömmigkeit

Evangelium:

„Denn aus Gnade seid ihr errettet … nicht aus Werken.“ (Epheser 2,8–9)

Nicht fremdes Feuer rettet uns, sondern das vollkommene Opfer Jesu Christi.

Schlussgedanke

  1. Mose 10 konfrontiert uns mit der Heiligkeit Gottes – und führt uns direkt zum Kreuz. Dort sehen wir:
  • Gottes kompromisslose Heiligkeit
  • Gottes gerechtes Gericht
  • Gottes unfassbare Liebe

Jesus Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und Mensch. In ihm dürfen wir Gott nahen – nicht aus eigener Leistung, sondern auf der Grundlage seines vollbrachten Erlösungswerks.

„Denn Christus ist ein für alle Mal für Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe.“ (1. Petrus 3,18)

Wer Gott nahen will, muss durch Christus kommen – alles andere ist fremdes Feuer.

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist