[[2]]. Mose 8–10 und Jesus Christus – Priester, Opfer und der einzige Weg zu Gott

Die Kapitel 3. Mose 8–10 bilden eine zusammenhängende Einheit. Sie zeigen in eindrücklicher Abfolge, wie Gott Gemeinschaft mit dem Menschen ermöglicht – und wie gefährlich es ist, diesen Weg zu verlassen. Im Licht des Neuen Testaments erkennen wir: Diese Kapitel weisen geschlossen auf Jesus Christus und sein Erlösungswerk hin.

1. 3. Mose 8 – Der von Gott eingesetzte Priester

In 3. Mose 8 wird Aaron als Hoherpriester eingesetzt. Alles geschieht exakt nach dem Wort des HERRN. Waschung, priesterliche Kleider, Salbung und Opfer machen eines deutlich:

Niemand kann sich selbst zum Priester machen. Gott allein beruft.

Erfüllung in Jesus Christus

Jesus ist der von Gott eingesetzte Hohepriester. Doch im Gegensatz zu Aaron ist er:

  • ohne Sünde
  • nicht zeitlich begrenzt
  • nicht auf fremde Opfer angewiesen

„Du bist Priester in Ewigkeit.“ (Psalm 110,4)

Was Aaron nur schattenhaft darstellt, ist in Christus vollkommene Wirklichkeit.

2. 3. Mose 9 – Das angenommene Opfer und die offenbarte Herrlichkeit

In 3. Mose 9 tritt der Hohepriester erstmals für das Volk ein. Opfer werden dargebracht, und Gott antwortet:

„Da erschien die Herrlichkeit des HERRN … und Feuer ging aus von dem HERRN.“ (3. Mose 9,23–24)

Das Feuer zeigt: Das Opfer ist angenommen. Versöhnung ist geschehen.

Erfüllung in Jesus Christus

Jesus bringt nicht ein Tieropfer, sondern sich selbst dar. Die Auferstehung ist Gottes endgültiges Ja zu diesem Opfer.

„Er ist um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden.“ (Römer 4,25)

In Christus ist Gottes Herrlichkeit nicht nur sichtbar – sie ist zugänglich geworden.

3. 3. Mose 10 – Fremdes Feuer und Gottes Heiligkeit

Unmittelbar nach Annahme des Opfers folgt in 3. Mose 10 ein ernster Bruch. Nadab und Abihu bringen „fremdes Feuer“ dar – etwas, das Gott nicht geboten hat.

Das Ergebnis ist Gericht. Gott macht deutlich:

Ich bestimme, wie man mir naht.

Erfüllung in Jesus Christus

Jesus sagt:

„Ich bin der Weg … niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)

Alles, was nicht auf Christus gründet – religiöse Leistung, eigener Wille, fromme Aktivität – ist letztlich „fremdes Feuer“.

4. Die göttliche Linie: Berufung – Annahme – Heiligkeit

Die Reihenfolge von 3. Mose 8–10 ist kein Zufall:

  1. Berufung des Priesters (Kap. 8)
  2. Annahme des Opfers (Kap. 9)
  3. Bewahrung der Heiligkeit (Kap. 10)

Diese Linie erfüllt sich vollkommen in Jesus Christus:

  • Er ist der berufene Hohepriester
  • Er ist das angenommene Opfer
  • Er ist der einzige Weg zu Gott

5. Kreuz und Heiligkeit – kein Widerspruch

  1. Mose 10 zeigt: Gottes Heiligkeit wird nicht durch Liebe aufgehoben. Am Kreuz sehen wir beides zugleich:
  • Gottes Gericht über die Sünde
  • Gottes Liebe zum Sünder

„Damit er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.“ (Römer 3,26)

Jesus trägt das Gericht – damit wir leben dürfen.

Schlussgedanke – Christus ist alles

  1. Mose 8–10 führen uns zu einer klaren Erkenntnis:
  • Ohne Priester kein Zugang
  • Ohne Opfer keine Annahme
  • Ohne Gottes Weg keine Gemeinschaft

Alles, was der Alte Bund vorbereitet, erfüllt sich in Jesus Christus. Er ist nicht ein Teil des Weges – er ist der Weg selbst.

„Denn Christus ist ein für alle Mal für Sünden gestorben … damit er uns zu Gott führe.“ (1. Petrus 3,18)

Wer Gott nahen will, darf kommen – aber nur durch Jesus Christus.

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist