Die eherne Schlange erinnert mich an Jesus

Christus in 4. Mose 21,19

Manchmal begegnen uns im Alten Testament Bilder, die wir zunächst kaum verstehen.
Doch plötzlich wird es hell – wenn wir erkennen, dass sie auf den Herrn Jesus hinweisen.

So ist es mit der ehernen Schlange.

Und das Erstaunliche ist:
Der Herr Jesus selbst erklärt uns dieses Bild.

1. Eine gefährliche Situation

Israel murrt in der Wüste.

Sie klagen:

  • über den Weg
  • über Mose
  • über das Manna
  • letztlich über Gott selbst

Daraufhin sendet Gott feurige Schlangen ins Lager.

Viele werden gebissen.
Viele sterben.

Das ist mehr als eine historische Begebenheit.
Es ist ein geistliches Bild.

Die Schlange erinnert uns an 1. Mose 3.
An die Sünde.
An den Fall.

Und das Gift erinnert an die tödliche Wirkung der Sünde:

„Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6,23)

Jeder Mensch ist „gebissen“.
Jeder trägt das Gift der Sünde in sich.

2. Das Bekenntnis

Das Volk erkennt seine Schuld:

„Wir haben gesündigt.“

Hier beginnt Rettung.

Nicht mit Leistung.
Nicht mit Verteidigung.
Sondern mit Schuldbekenntnis.

3. Gottes ungewöhnliche Lösung

Gott nimmt die Schlangen nicht weg.

Stattdessen befiehlt er Mose:

„Mache dir eine feurige Schlange und setze sie auf eine Stange.“

Wer gebissen war, sollte nur eines tun:

blicken.

  • Kein Opfer bringen.
  • Keine lange Zeremonie.
  • Keine gute Tat.

Nur schauen.

Und wer blickte, blieb am Leben.

4. Der Herr Jesus erklärt das Bild

In Johannes 3,14–15 sagt Jesus:

„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“

Das ist eindeutig.

Die eherne Schlange ist ein Bild auf das Kreuz.

5. Warum eine Schlange?

Das ist vielleicht das Erstaunlichste.

Die Schlange ist ein Bild der Sünde.
Warum wird ausgerechnet sie zum Rettungszeichen?

Weil Christus am Kreuz:

„zur Sünde gemacht“ wurde (2. Korinther 5,21)

Er war ohne Sünde.
Aber Gott behandelte Ihn dort, als wäre Er die Sünde selbst.

Wie die eherne Schlange:

  • sie sah aus wie die Gefahr
  • aber sie hatte kein Gift

So Christus:

  • er trug das Gericht
  • aber er war vollkommen heilig

6. Erhöht – sichtbar für alle

Die Schlange wurde aufgerichtet.

Jeder konnte sie sehen.

Auch Jesus wurde erhöht – am Kreuz.

Das Kreuz war:

  • der tiefste Punkt seiner Erniedrigung
  • und zugleich der Ort unserer Rettung

7. Der rettende Blick

Ein Gebissener musste nicht:

  • erst gesund werden
  • sich selbst heilen
  • würdig sein

Er musste nur glauben – und schauen.

So ist es bis heute.

„… damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)

Rettung kommt nicht durch Religion.
Nicht durch Moral.
Nicht durch Anstrengung.

Sondern durch Glauben an den gekreuzigten Christus.

8. Eine ernste und zugleich tröstliche Wahrheit

Gott entfernte die Schlangen nicht sofort.

Aber Er stellte eine Rettung bereit.

Auch heute ist die Welt noch voller Sünde.
Aber das Heil steht fest.

Das Kreuz ist aufgerichtet.

Wer glaubt, lebt.

Zum Nachdenken

  • Habe ich erkannt, dass ich „gebissen“ bin?
  • Habe ich meine Schuld bekannt?
  • Habe ich im Glauben auf den erhöhten Sohn Gottes geblickt?

Die eherne Schlange erinnert mich an Jesus.

Und sie erinnert mich daran:

Rettung ist einfach.
Aber sie kostet alles –
nämlich das Leben des Sohnes Gottes.

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist