Christus in den Opfern – Gesamtübersicht zu [[2]]. Mose 1–7
Die Opfergesetze in 3. Mose 1–7 gehören zu den tiefgründigsten Abschnitten des Alten Testaments. Was auf den ersten Blick fremd, technisch oder blutig wirkt, entfaltet bei genauerem Hinsehen ein erstaunlich klares Bild: Alle Opfer weisen auf Jesus Christus und sein Erlösungswerk hin.
Diese Übersicht fasst zusammen, wie jedes Opfer einen besonderen Aspekt von Jesu Person und Werk offenbart.
1. Das Brandopfer (3. Mose 1)
Zentraler Gedanke: völlige Hingabe an Gott
- Das ganze Tier wurde verbrannt
- Nichts blieb für den Opfernden zurück
- Es ging um völlige Weihe
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus gab sich selbst vollständig hin:
„Christus hat sich selbst für uns hingegeben als Gabe und Opfer.“ (Epheser 5,2)
Am Kreuz hielt er nichts zurück – sein Tod war ein Opfer völliger Hingabe an den Willen des Vaters.
➡️ Christus ist das vollkommene Brandopfer.
2. Das Speiseopfer (3. Mose 2)
Zentraler Gedanke: das gottgeweihte Leben
- Feinmehl, Öl und Weihrauch
- Kein Blut – kein Tod
- Ein Bild des täglichen Lebens
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus lebte ein vollkommenes, sündloses Leben:
„Er tat keine Sünde.“ (1. Petrus 2,22)
Sein ganzes Leben war Gott geweiht – rein, wohlgefällig und vom Heiligen Geist erfüllt.
➡️ Christus ist das vollkommene Speiseopfer.
3. Das Friedensopfer (3. Mose 3)
Zentraler Gedanke: Gemeinschaft und Frieden mit Gott
- Ein Teil für Gott
- Ein Teil für die Priester
- Ein Teil für den Opfernden
Gemeinsames Mahl als Zeichen der Versöhnung.
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus schafft Frieden:
„Er ist unser Friede.“ (Epheser 2,14)
Durch sein Opfer wird Gemeinschaft mit Gott möglich – echte Nähe statt Trennung.
➡️ Christus ist unser Friedensopfer.
4. Das Sündopfer (3. Mose 4)
Zentraler Gedanke: Sühnung der Schuld
- Unabsichtliche Sünde
- Blut wurde an den Altar gebracht
- Schuld wurde bedeckt
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus trägt unsere Schuld:
„Er wurde für uns zur Sünde gemacht.“ (2. Korinther 5,21)
Was das Gesetz nur bedecken konnte, hat Christus endgültig weggenommen.
➡️ Christus ist unser Sündopfer.
5. Das Schuldopfer (3. Mose 5–6)
Zentraler Gedanke: Wiederherstellung und Verantwortung
- Schuld wurde bekannt
- Wiedergutmachung war nötig
- Vergebung und Ordnung gehörten zusammen
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus stellt vollständig wieder her:
„Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten.“ (Lukas 19,10)
Seine Vergebung führt zu einem neuen Leben und veränderter Haltung.
➡️ Christus ist unser Schuldopfer.
6. Der priesterliche Dienst (3. Mose 6)
Zentraler Gedanke: beständiger Mittler
- Das Feuer brannte unaufhörlich
- Opfer mussten täglich dargebracht werden
- Der Priester trat für das Volk ein
Erfüllung in Jesus Christus
Jesus ist der vollkommene Hohepriester:
„Er lebt allezeit, um für sie einzutreten.“ (Hebräer 7,25)
Sein Opfer ist einmalig – sein Eintreten ewig.
➡️ Christus ist Opfer und Hohepriester zugleich.
7. Die Vollendung der Opfer (3. Mose 7)
Zentraler Gedanke: Ordnung, Frieden und Abschluss
- Klare Regeln
- Geregelte Gemeinschaft
- Ein abgeschlossener Opferabschnitt
Erfüllung in Jesus Christus
Am Kreuz spricht Jesus:
„Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30)
Was das Gesetz vorbereitete, wurde in Christus vollendet.
➡️ Christus ist die Erfüllung aller Opfer.
Zusammenfassende Übersicht
| Opfer | Kernaussage | Erfüllung in Christus |
|---|---|---|
| Brandopfer | Hingabe | Jesu Tod |
| Speiseopfer | Heiliges Leben | Jesu Leben |
| Friedensopfer | Gemeinschaft | Frieden mit Gott |
| Sündopfer | Sühnung | Schuld vergeben |
| Schuldopfer | Wiederherstellung | Neues Leben |
| Priesterdienst | Vermittlung | Ewiger Hohepriester |
Fazit
3. Mose 1–7 ist kein veraltetes Ritualsystem, sondern ein prophetisches Zeugnis auf Jesus Christus.
Wer Christus erkennt, versteht die Opfer. Wer die Opfer versteht, staunt über Christus.
Diese Kapitel laden ein, Jesus tiefer zu erkennen – als den, der alles gegeben hat, damit wir leben dürfen.