Tag 298

Informationen zum Buch

  1. Informationen zum Propheten Hesekiel - M. Röseler 
  2. Informationen zum Propheten Hesekiel - J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch Hesekiel - R. Liebi

Fragen

  • Mit welchem Vergleich sollte Hesekiel das Ausmaß des Gerichtes über Jerusalem deutlich machen?
  • Woran werden die Entronnenen denken, wenn sie in die Gefangenschaft geführt worden sind?

Bibeltext

Hesekiel 4-6

Hesekiel 4

Und du, Menschensohn, nimm dir einen Ziegelstein und lege ihn vor dich hin, und zeichne darauf eine Stadt, Jerusalem. Und mache eine Belagerung gegen sie und baue Belagerungstürme gegen sie und schütte gegen sie einen Wall auf und stelle Heerlager gegen sie auf und errichte Sturmböcke gegen sie ringsum. Und du, nimm dir eine eiserne Pfanne und stelle sie als eine eiserne Mauer zwischen dich und die Stadt; und richte dein Angesicht gegen sie, dass sie in Belagerung sei und du sie belagerst. Das sei ein Wahrzeichen für das Haus Israel.

Und du, lege dich auf deine linke Seite und lege darauf die Ungerechtigkeit des Hauses Israel: Nach der Zahl der Tage, die du darauf liegst, sollst du ihre Ungerechtigkeit tragen. Denn ich habe dir die Jahre ihrer Ungerechtigkeit zu einer Anzahl Tage gemacht: 390 Tage. Und du sollst die Ungerechtigkeit des Hauses Israel tragen. Und hast du diese erfüllt, so lege dich zum zweiten <Mal> auf deine rechte Seite und trage die Ungerechtigkeit des Hauses Juda 40 Tage; je einen Tag für ein Jahr habe ich dir auferlegt. – Und du sollst dein Angesicht und deinen entblößten Arm gegen die Belagerung Jerusalems hin richten, und du sollst gegen sie weissagen. Und siehe, ich lege dir Stricke an, dass du dich nicht von einer Seite auf die andere umdrehen kannst, bis du die Tage deiner Belagerung erfüllt hast.

Und du, nimm dir Weizen und Gerste und Bohnen und Linsen und Hirse und Hartweizen, und tu sie in ein Gefäß; und mache dir Brot daraus nach der Zahl der Tage, die du auf deiner Seite liegst: 390 Tage sollst du davon essen. Und deine Speise, die du essen wirst, soll nach dem Gewicht sein: 20 Sekel für den Tag; von Zeit zu Zeit sollst du davon essen. Und Wasser sollst du abgemessen trinken: Ein sechstel Hin; von Zeit zu Zeit sollst du trinken. Und wie Gerstenkuchen sollst du sie essen, und du sollst sie auf Ballen von Menschenkot vor ihren Augen backen. Und der HERR sprach: So werden die Kinder Israel ihr Brot unrein essen unter den Nationen, wohin ich sie vertreiben werde. Da sprach ich: Ach, Herr, HERR! Siehe, meine Seele ist nie verunreinigt worden, und weder Aas noch Zerrissenes habe ich von meiner Jugend an bis jetzt gegessen, und kein Gräuelfleisch ist in meinen Mund gekommen. Und er sprach zu mir: Siehe, ich habe dir Rindermist statt Menschenkot gestattet; und darauf darfst du dein Brot zubereiten. Und er sprach zu mir: Menschensohn, siehe, ich will in Jerusalem den Stab des Brotes zerbrechen; und sie werden Brot nach dem Gewicht und in Angst essen und Wasser abgemessen und in Entsetzen trinken, weil Brot und Wasser mangeln werden und sie miteinander verschmachten und in ihrer Ungerechtigkeit hinschwinden werden.

Hesekiel 5

Und du, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert: Als Schermesser sollst du es dir nehmen und damit über dein Haupt und über deinen Bart fahren; und nimm dir Waagschalen und teile die Haare. Ein Drittel sollst du mit Feuer verbrennen inmitten der Stadt, wenn die Tage der Belagerung erfüllt sind; und ein Drittel sollst du nehmen <und> rings um sie her mit dem Schwert schlagen; und ein Drittel sollst du in den Wind streuen, denn ich werde das Schwert ziehen hinter ihnen her. Und du sollst davon eine kleine Zahl nehmen und in deine Rockzipfel binden. Und von diesen sollst du wieder <einige> nehmen und sie mitten ins Feuer werfen und sie mit Feuer verbrennen; davon wird ein Feuer ausgehen gegen das ganze Haus Israel.

So spricht der Herr, HERR: Dieses Jerusalem, inmitten der Nationen habe ich es gesetzt und Länder rings um es her. Und es war widerspenstig gegen meine Rechte in Gottlosigkeit, mehr als die Nationen, und gegen meine Satzungen, mehr als die Länder, die rings um es her sind; denn meine Rechte haben sie verworfen, und in meinen Satzungen sind sie nicht gewandelt.

Darum, so spricht der Herr, HERR: Weil ihr getobt habt, mehr als die Nationen, die rings um euch her sind, in meinen Satzungen nicht gewandelt seid und meine Rechte nicht getan habt, ja, nicht <einmal> nach den Rechten der Nationen, die rings um euch her sind, getan habt – darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, auch ich will gegen dich sein und will Gerichte in deiner Mitte üben vor den Augen der Nationen. Und ich will an dir tun, was ich nicht getan habe und was ich nicht wieder tun werde, um aller deiner Gräuel willen. Darum werden in deiner Mitte Väter <ihre> Kinder essen, und Kinder werden ihre Väter essen; und ich will Gerichte an dir üben und will deinen ganzen Überrest in alle Winde zerstreuen. Darum, <so wahr> ich lebe, spricht der Herr, HERR: Ja, weil du mein Heiligtum verunreinigt hast durch alle deine Scheusale und durch alle deine Gräuel, so will auch ich mein Auge abziehen ohne Mitleid, und auch ich will mich nicht erbarmen. Ein Drittel von dir soll an der Pest sterben und durch Hunger umkommen in deiner Mitte; und ein Drittel soll durchs Schwert fallen rings um dich her; und ein Drittel werde ich in alle Winde zerstreuen, und ich werde das Schwert ziehen hinter ihnen her.

Und mein Zorn soll sich vollenden, und meinen Grimm werde ich an ihnen stillen und Rache nehmen. Und wenn ich meinen Grimm an ihnen vollende, so werden sie wissen, dass ich, der HERR, in meinem Eifer geredet habe. Und ich werde dich zur Einöde machen und zum Hohn unter den Nationen, die rings um dich her sind, vor den Augen jedes Vorübergehenden. Und es soll ein Hohn und ein Spott sein, eine Warnung und ein Entsetzen für die Nationen, die rings um dich her sind, wenn ich Gerichte an dir üben werde im Zorn und im Grimm und in Züchtigungen des Grimmes. Ich, der HERR, habe geredet. Wenn ich die bösen Pfeile des Hungers gegen sie sende, die zum Verderben sein werden, die ich senden werde, um euch zu verderben, so werde ich den Hunger über euch häufen und euch den Stab des Brotes zerbrechen. Und ich werde Hunger über euch senden und böse Tiere, dass sie dich der Kinder berauben; und Pest und Blut sollen über dich ergehen, und das Schwert werde ich über dich bringen. Ich, der HERR, habe geredet.

Hesekiel 6

Und das Wort des HERRN erging an mich, indem er sprach: Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und weissage über sie und sprich: Berge Israels, hört das Wort des Herrn, HERRN! So spricht der Herr, HERR, zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Tälern und zu den Gründen: Siehe, ich bringe das Schwert über euch und werde eure Höhen zerstören; und eure Altäre sollen verwüstet und eure Sonnensäulen zerbrochen werden. Und ich werde eure Erschlagenen vor eure Götzen hinwerfen; und die Leichname der Kinder Israel werde ich vor ihre Götzen hinlegen und eure Gebeine rings um eure Altäre streuen. In allen euren Wohnsitzen sollen die Städte verödet und die Höhen verwüstet werden, damit eure Altäre verödet und wüst und eure Götzen zerbrochen und vernichtet und eure Sonnensäulen umgehauen und eure Machwerke vertilgt werden; und Erschlagene sollen in eurer Mitte fallen. Und ihr werdet wissen, dass ich der HERR bin.

Doch ich will einen Überrest lassen, indem ihr unter den Nationen solche haben werdet, die dem Schwert entronnen sind, wenn ihr in die Länder zerstreut seid. Und eure Entronnenen werden sich an mich erinnern unter den Nationen, wohin sie gefangen weggeführt sind, wenn ich mir ihr hurerisches Herz, das von mir abgewichen ist, und ihre Augen, die ihren Götzen nachhurten, zerschlagen haben werde; und sie werden an sich selbst Ekel empfinden wegen der bösen <Taten>, die sie begangen haben nach allen ihren Gräueln. Und sie werden wissen, dass ich der HERR bin. Nicht umsonst habe ich geredet, dass ich ihnen dieses Übel tun würde.

So spricht der Herr, HERR: Schlage in deine Hand und stampfe mit deinem Fuß und sprich: Wehe über alle bösen Gräuel des Hauses Israel! Denn sie müssen fallen durch Schwert, durch Hunger und durch Pest! Wer fern ist, wird an <der> Pest sterben, und wer nahe ist, wird durch <das> Schwert fallen, und wer übrig geblieben und bewahrt worden ist, wird vor Hunger sterben; und ich werde meinen Grimm an ihnen vollenden. Und ihr werdet wissen, dass ich der HERR bin, wenn ihre Erschlagenen mitten unter ihren Götzen sein werden, um ihre Altäre her, auf jedem hohen Hügel, auf allen Gipfeln der Berge und unter jedem grünen Baum und unter jeder dicht belaubten Terebinthe, an den Orten, wo sie allen ihren Götzen lieblichen Geruch dargebracht haben. Und ich werde meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land zur Wüste und Verwüstung machen, mehr als die Wüste Diblat, in allen ihren Wohnsitzen. Und sie werden wissen, dass ich der HERR bin.



meine Antworten

Mit welchem Vergleich sollte Hesekiel das Ausmaß des Gerichtes über Jerusalem deutlich machen?

  • mIt den Haaren (Hes 5,1-5.12)

Woran werden die Entronnenen denken, wenn sie in die Gefangenschaft geführt worden sind?

  • sie werden erkennen:
    • das Gott geredet hat, und es auch erfüllen wird (Hes 5,13)
    • das Gott nicht umsonst geredet hat (Hes 6,10)
    • das Gott der Herr ist (Hes 6,13)

Informationen

 

Tag 297

Informationen zum Buch

  1. Informationen zum Propheten Hesekiel - M. Röseler 
  2. Informationen zum Propheten Hesekiel - J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch Hesekiel - R. Liebi

Fragen

  • In der Vision von der Herrlichkeit des Herrn sah Hesekiel. vier Gestalten (Cherubim; vgl. Hesekiel 10, 15). Wie werden sie beschrieben?
  • Hesekiel wurde als Wächter über Israel eingesetzt. Welche Aufgabe hatte er als Wächter?

Bibeltext

Hesekiel 1-3

Hesekiel 1

Und es geschah im dreißigsten Jahr, im vierten <Monat>, am Fünften des Monats, als ich inmitten der Weggeführten am Fluss Kebar war, da öffneten sich die Himmel, und ich sah Gesichte Gottes. Am Fünften des Monats, das war das fünfte Jahr der Wegführung des Königs Jojakin, erging das Wort des HERRN ausdrücklich an Hesekiel, den Sohn Busis, den Priester, im Land der Chaldäer, am Fluss Kebar; und dort kam die Hand des HERRN über ihn.

Und ich sah: Und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Glanz rings um sie her und ein zusammengeballtes Feuer; und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers her, <strahlte es> wie der Anblick von glänzendem Metall. Und aus seiner Mitte hervor <erschien> die Gestalt von vier lebendigen Wesen; und dies war ihr Aussehen: Sie hatten die Gestalt eines Menschen. Und jedes hatte vier Angesichter, und jedes von ihnen hatte vier Flügel. Und ihre Füße waren gerade Füße, und ihre Fußsohlen wie die Fußsohle eines Kalbes; und sie funkelten wie der Anblick von leuchtendem Kupfer. Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; und die vier hatten ihre Angesichter und ihre Flügel. Ihre Flügel waren einer mit dem anderen verbunden; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen: Sie gingen jeder gerade vor sich hin. Und die Gestalt ihres Angesichts war das Angesicht eines Menschen; und rechts hatten die vier das Angesicht eines Löwen, und links hatten die vier das Angesicht eines Stieres, und das Angesicht eines Adlers hatten die vier. Und ihre Angesichter und ihre Flügel waren oben getrennt; jedes hatte zwei <Flügel> miteinander verbunden und zwei, die ihre Leiber bedeckten. Und sie gingen jedes gerade vor sich hin; wohin der Geist gehen wollte, gingen sie; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und die Gestalt der lebendigen Wesen: Ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen, wie das Aussehen von Fackeln. Es fuhr zwischen den lebendigen Wesen umher, und das Feuer hatte einen Glanz, und aus dem Feuer gingen Blitze hervor. Und die lebendigen Wesen liefen hin und her wie das Aussehen von Blitzstrahlen.

Und ich sah die lebendigen Wesen, und siehe, da war ein Rad auf der Erde neben den lebendigen Wesen, nach ihren vier Vorderseiten hin. Das Aussehen der Räder und ihre Arbeit war wie der Anblick eines Chrysoliths, und die vier hatten dieselbe Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Arbeit war, als wäre ein Rad inmitten eines Rades. Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten hin: Sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und ihre Felgen, sie waren hoch und furchtbar; und ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei den vieren. Und wenn die lebendigen Wesen gingen, gingen die Räder neben ihnen her; und wenn die lebendigen Wesen sich von der Erde erhoben, erhoben sich die Räder. Wohin der Geist gehen wollte, gingen sie, dahin, wohin der Geist gehen wollte; und die Räder erhoben sich neben ihnen, denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern. Wenn sie gingen, gingen <auch> sie, und wenn sie stehen blieben, blieben <auch> sie stehen; und wenn sie sich von der Erde erhoben, so erhoben sich <auch> die Räder neben ihnen; denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern.

Und über den Häuptern des lebendigen Wesens war das Gebilde einer Ausdehnung, wie der Anblick eines wundervollen Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. Und unter der Ausdehnung waren ihre Flügel waagerecht <ausgerichtet>, einer gegen den anderen; jedes von ihnen hatte zwei <Flügel>, die ihre Leiber bedeckten. Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen eines Getümmels, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. Und es kam eine Stimme von oberhalb der Ausdehnung, die über ihren Häuptern war. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken.

Und oberhalb der Ausdehnung, die über ihren Häuptern war, war die Gestalt eines Thrones wie das Aussehen eines Saphirsteins; und auf der Gestalt des Thrones eine Gestalt wie das Aussehen eines Menschen oben darauf. Und ich sah <etwas> wie den Anblick von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer innerhalb desselben ringsum; von seinen Lenden aufwärts und von seinen Lenden abwärts sah ich <etwas> wie das Aussehen von Feuer, und ein Glanz war rings um ihn. Wie das Aussehen des Bogens, der am Regentag in der Wolke ist, so war das Aussehen des Glanzes ringsum. Das war das Aussehen des Bildes der Herrlichkeit des HERRN.
Und als ich es sah, fiel ich nieder auf mein Angesicht; und ich hörte die Stimme eines Redenden.

Hesekiel 2

Und er sprach zu mir: Menschensohn, stelle dich auf deine Füße, und ich will mit dir reden. Und als er zu mir redete, kam der Geist in mich und stellte mich auf meine Füße; und ich hörte den, der zu mir redete.

Und er sprach zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern Israel, zu den empörerischen Nationen, die sich gegen mich empört haben; sie und ihre Väter sind von mir abgefallen bis auf ebendiesen Tag. Und diese Kinder haben schamlose Angesichter und harte Herzen; zu ihnen sende ich dich, und du sollst zu ihnen sprechen: „So spricht der Herr, HERR!“ Und sie, mögen sie hören oder es lassen (denn sie sind ein widerspenstiges Haus), sie sollen doch wissen, dass ein Prophet in ihrer Mitte war. Und du, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen, und fürchte dich nicht vor ihren Worten; denn Nesseln und Dornen sind bei dir, und bei Skorpionen wohnst du. Fürchte dich nicht vor ihren Worten, und erschrick nicht vor ihrem Angesicht; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Und du sollst meine Worte zu ihnen reden, mögen sie hören oder es lassen; denn sie sind widerspenstig.

Und du, Menschensohn, höre, was ich zu dir rede; sei nicht widerspenstig wie das widerspenstige Haus: Tu deinen Mund auf und iss, was ich dir gebe. – Und ich sah: Und siehe, eine Hand war gegen mich ausgestreckt; und siehe, darin war eine Buchrolle. Und er breitete sie vor mir aus, und sie war auf der Vorder- und auf der Rückseite beschrieben; und Klagen und Seufzer und Wehe waren darauf geschrieben.

Hesekiel 3

Und er sprach zu mir: Menschensohn, iss, was du findest; iss diese Rolle und geh hin, rede zum Haus Israel! Und ich öffnete meinen Mund, und er gab mir diese Rolle zu essen. Und er sprach zu mir: Menschensohn, speise deinen Bauch und fülle deinen Leib mit dieser Rolle, die ich dir gebe. Und ich aß sie, und sie war in meinem Mund süß wie Honig.

Und er sprach zu mir: Menschensohn, auf, geh hin zum Haus Israel und rede zu ihnen mit meinen Worten! Denn nicht zu einem Volk von unverständlicher Sprache und schwieriger Rede bist du gesandt, <sondern> zum Haus Israel; nicht zu vielen Völkern von unverständlicher Sprache und schwieriger Rede, deren Worte du nicht verstehst, sondern zu ihnen habe ich dich gesandt; sie können auf dich hören. Aber das Haus Israel wird nicht auf dich hören wollen, denn sie wollen nicht auf mich hören. Denn das ganze Haus Israel hat eine harte Stirn und ein verstocktes Herz. Siehe, ich habe dein Angesicht hart gemacht gegenüber ihrem Angesicht und deine Stirn hart gegenüber ihrer Stirn; wie einen Diamanten, der härter ist als ein Fels, habe ich deine Stirn gemacht. Fürchte sie nicht und erschrick nicht vor ihrem Angesicht, denn ein widerspenstiges Haus sind sie.

Und er sprach zu mir: Menschensohn, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf und höre sie mit deinen Ohren; und <mach dich> auf, geh hin zu den Weggeführten, zu den Kindern deines Volkes, und rede zu ihnen und sprich zu ihnen: „So spricht der Herr, HERR!“ Sie mögen hören oder es lassen.

Und der Geist hob mich empor; und ich hörte hinter mir den Schall eines starken Getöses: „Gepriesen sei die Herrlichkeit des HERRN von ihrer Stätte her!“, und das Rauschen der Flügel der lebendigen Wesen, die einander berührten, und das Sausen der Räder neben ihnen, und den Schall eines starken Getöses. Und der Geist hob mich empor und nahm mich weg; und ich fuhr dahin, erbittert in der Glut meines Geistes; und die Hand des HERRN war stark auf mir. Und ich kam nach Tel-Abib zu den Weggeführten, die am Fluss Kebar wohnten; und dort, wo sie saßen, dort saß ich sieben Tage betäubt in ihrer Mitte.

Und es geschah am Ende von sieben Tagen, da erging das Wort des HERRN an mich, indem er sprach: Menschensohn, ich habe dich dem Haus Israel zum Wächter gesetzt; und du sollst das Wort aus meinem Mund hören und sie in meinem Namen warnen. Wenn ich zum Gottlosen spreche: Du sollst gewiss sterben!, und du warnst ihn nicht und redest nicht, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, der Gottlose, wegen seiner Ungerechtigkeit sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Wenn du aber den Gottlosen warnst, und er kehrt nicht um von seiner Gottlosigkeit und von seinem gottlosen Weg, so wird er wegen seiner Ungerechtigkeit sterben; du aber hast deine Seele errettet. Und wenn ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut und ich einen Anstoß vor ihn lege, so soll er sterben. Wenn du ihn nicht warnst, so wird er wegen seiner Sünde sterben, und seiner gerechten Taten, die er getan hat, wird nicht gedacht werden; aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Wenn du aber ihn, den Gerechten, warnst, damit der Gerechte nicht sündige, und er sündigt nicht, so wird er gewiss leben, weil er sich hat warnen lassen; und du hast deine Seele errettet.

Und die Hand des HERRN kam dort über mich, und er sprach zu mir: Mach dich auf, geh hinaus in die Talebene, und dort will ich mit dir reden! Und ich machte mich auf und ging hinaus in die Talebene; und siehe, dort stand die Herrlichkeit des HERRN, wie die Herrlichkeit, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht. Und der Geist kam in mich und stellte mich auf meine Füße. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Geh, schließ dich in deinem Haus ein. Und du, Menschensohn, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, dass du nicht in ihre Mitte wirst hinausgehen können. Und ich werde deine Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, damit du verstummst und sie nicht mehr zurechtweist; denn ein widerspenstiges Haus sind sie. Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich deinen Mund öffnen, und du sollst zu ihnen sprechen: „So spricht der Herr, HERR!“ Wer hören will, der höre, und wer es lässt, der lasse es; denn ein widerspenstiges Haus sind sie.



meine Antworten

In der Vision von der Herrlichkeit des Herrn sah Hesekiel vier Gestalten (Cherubim; vgl. Hesekiel 10, 15). Wie werden sie beschrieben?

  • Gestalt eines Menschen (Hes 1,5)
  • vier Gesiuchter (Hes 1,6)
  • vier Flügel (Hes 1,6)
    • zwei nach oben Gerichtet (Hes 1,11)
    • zwei die ihre Körper bedekten (Hes 1,11)
  • gerade Beine (Hes 1,7)
  • Füße wie von Füße von Kälbern in Bronze (Hes 1,7)
  • Mänschenhände unter den Flügeln an ihren vier Seiten (Hes 1,8)
  • sie wnten sich nicht um und gingen gerade vor sich hin (Hes 1,9)
  • die Gesichter waren:
    • das Gesicht eines Menschen (Hes 1,10)
    • das Gesicht eines Löwen (Hes 1,10)
    • das Gesicht eines Stieres (Hes 1,10)
    • das Gesicht eines Adlers (Hes 1,10)
  • sie gingen wie der Geist es ihnen sagte (Hes 1,12)
    • sie wanten sich nicht um, wenn sie gingen (Hes 1,12)
    • durch ihre Bewegung sahen sie aus wie Blitze (Hes 1,14)

Hesekiel wurde als Wächter über Israel eingesetzt. Welche Aufgabe hatte er als Wächter?

  • Gottes Wort den Menschen weitersagen (Hes 3,17)
  • die Menschen warnen (Hes 3,17)

Informationen

Tag 296

Informationen zum Buch

  1. Informationen zum Buch Klagelieder  - M. Röseler
  2. Informationen zum Buch Klagelieder - J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch der Klagelieder - R. Liebi

Fragen

  • Was wird über die Barmherzigkeit Gottes gesagt?
  • Was erbittet das Volk jetzt vom Herrn?

Bibeltext

Klagelieder 3-5

Klagelieder 3

Ich bin der Mann, der Elend gesehen hat durch die Rute seines Grimmes. Mich hat er geleitet und geführt in Finsternis und Dunkel. Nur gegen mich kehrt er immer wieder seine Hand den ganzen Tag.

Er hat verfallen lassen mein Fleisch und meine Haut, meine Gebeine hat er zerschlagen. Bitterkeit und Mühsal hat er gegen mich gebaut und mich damit umringt. Er ließ mich wohnen in Finsternissen wie die Toten der Urzeit.

Er hat mich umzäunt, dass ich nicht herauskommen kann; er hat schwer gemacht meine Fesseln. Wenn ich auch schreie und rufe, so hemmt er mein Gebet. Meine Wege hat er mit Quadern vermauert, meine Pfade umgekehrt.

Ein lauernder Bär ist er mir, ein Löwe im Versteck. Er hat mir die Wege entzogen und hat mich zerfleischt, mich verwüstet. Er hat seinen Bogen gespannt und mich wie ein Ziel für den Pfeil hingestellt.

Er ließ die Söhne seines Köchers in meine Nieren dringen. Meinem ganzen Volk bin ich zum Gelächter geworden, <bin> ihr Saitenspiel den ganzen Tag. Mit Bitterkeiten hat er mich gesättigt, mit Wermut mich getränkt.

Und er hat mit Kies meine Zähne zermalmt, hat mich niedergedrückt in die Asche. Und du verstießest meine Seele vom Frieden, ich habe das Gute vergessen. Und ich sprach: Dahin ist meine Lebenskraft und meine Hoffnung auf den HERRN.

Gedenke meines Elends und meines Umherirrens, des Wermuts und der Bitterkeit! Beständig denkt meine Seele daran und ist niedergebeugt in mir. Dies will ich mir zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen:

Es sind die Gütigkeiten des HERRN, dass wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende; sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß. Der HERR ist mein Teil, sagt meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

Gütig ist der HERR gegen die, die auf ihn harren, gegen die Seele, die nach ihm trachtet. Es ist gut, dass man still warte auf die Rettung des HERRN. Es ist gut für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage.

Er sitze einsam und schweige, weil er es ihm auferlegt hat. Er lege seinen Mund in den Staub: Vielleicht gibt es Hoffnung. Dem, der ihn schlägt, halte er die Wange hin, werde mit Schmach gesättigt.

Denn der Herr verstößt nicht auf ewig; sondern wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten. Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder.

Dass man alle Gefangenen der Erde unter seinen Füßen zertritt, das Recht eines Mannes beugt vor dem Angesicht des Höchsten, einem Menschen unrecht tut in seiner Streitsache – sollte der Herr nicht darauf achten?

Wer ist es, der sprach, und es geschah, ohne dass der Herr es geboten hat? Das Böse und das Gute, geht es nicht aus dem Mund des Höchsten hervor? Was beklagt sich der lebende Mensch? Über seine Sünden <beklage sich> der Mann!

Prüfen und erforschen wir unsere Wege, und lasst uns zu dem HERRN umkehren! Lasst uns unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel! Wir, wir sind abgefallen und sind widerspenstig gewesen; du hast nicht vergeben.

Du hast dich in Zorn gehüllt und hast uns verfolgt; du hast hingemordet ohne Schonung. hast dich in eine Wolke gehüllt, so dass kein Gebet hindurchdrang. Du hast uns zum Kehricht und zum Ekel gemacht inmitten der Völker.

Alle unsere Feinde haben ihren Mund gegen uns aufgesperrt. Grauen und Grube sind über uns gekommen, Verwüstung und Zertrümmerung. Mit Wasserbächen rinnt mein Auge wegen der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

Mein Auge ergießt sich ruhelos<,> ohne Rast, bis der HERR vom Himmel herniederschaut und dareinsieht. Mein Auge schmerzt mich wegen aller Töchter meiner Stadt.

Wie einen Vogel haben mich heftig gejagt, die ohne Ursache meine Feinde sind. Sie haben mein Leben in die Grube hinein vernichtet und Steine auf mich geworfen. Wasser strömten über mein Haupt; ich sprach: Ich bin abgeschnitten!

HERR, ich habe deinen Namen angerufen aus der tiefsten Grube. Du hast meine Stimme gehört; verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, meinem Schreien! Du hast dich genaht an dem Tag, als ich dich anrief; du sprachst: Fürchte dich nicht!

Herr, du hast die Rechtssachen meiner Seele geführt, hast mein Leben erlöst. HERR, du hast meine Bedrückung gesehen; verhilf mir zu meinem Recht! Du hast gesehen all ihre Rache, alle ihre Pläne gegen mich.

HERR, du hast ihr Schmähen gehört, alle ihre Pläne gegen mich, das Gerede derer, die gegen mich aufgestanden sind, und ihr Sinnen gegen mich den ganzen Tag. Schau an ihr Sitzen und ihr Aufstehen! Ich bin ihr Saitenspiel.

HERR, erstatte ihnen Vergeltung nach dem Werk ihrer Hände! Gib ihnen Verblendung des Herzens, dein Fluch komme über sie! Verfolge sie im Zorn und tilge sie unter dem Himmel des HERRN hinweg!

Klagelieder 4

Wie wurde verdunkelt das Gold, verändert das gute, feine Gold! Wie wurden verschüttet die Steine des Heiligtums an allen Straßenecken!

Die Kinder Zions, die kostbaren, die mit gediegenem Gold aufgewogenen, wie sind sie irdenen Krügen gleichgeachtet, dem Werk von Töpferhänden!

Selbst Schakale reichen die Brust, säugen ihre Jungen; die Tochter meines Volkes ist grausam geworden wie die Strauße in der Wüste.

Die Zunge des Säuglings klebt vor Durst an seinem Gaumen; die Kinder fordern Brot, niemand bricht es ihnen.

Die Leckerbissen aßen, verschmachten auf den Straßen; die auf Karmesin getragen wurden, liegen auf Misthaufen.

Und die Schuld der Tochter meines Volkes ist größer geworden als die Sünde Sodoms, das plötzlich umgekehrt wurde, ohne dass Hände dabei tätig waren.

Ihre Fürsten waren reiner als Schnee, weißer als Milch; röter waren sie am Leib als Korallen, wie Saphir ihre Gestalt.

Dunkler als Schwärze ist ihr Aussehen, man erkennt sie nicht auf den Straßen; ihre Haut klebt an ihrem Gebein, ist dürr geworden wie Holz.

Die vom Schwert Erschlagenen sind glücklicher als die vom Hunger Getöteten, die hinschmachten, durchbohrt vom Mangel an Früchten des Feldes.

Die Hände barmherziger Frauen haben ihre Kinder gekocht; sie wurden ihnen zur Speise bei der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes.

Der HERR hat seinen Grimm vollendet, seine Zornglut ausgegossen; und er hat in Zion ein Feuer angezündet, das seine Grundfesten verzehrt hat.

Die Könige der Erde hätten es nicht geglaubt, noch alle Bewohner des Erdkreises, dass Bedränger und Feind in die Tore Jerusalems kommen würden.

Es ist wegen der Sünden seiner Propheten, der Ungerechtigkeiten seiner Priester, die in seiner Mitte das Blut der Gerechten vergossen haben.

Sie irrten blind auf den Straßen umher; sie waren mit Blut befleckt, so dass man ihre Kleider nicht anrühren mochte.

„Weicht! Unrein!“, rief man ihnen zu. „Weicht, weicht, rührt nicht an!“ Wenn sie flüchteten, so irrten sie umher; man sagte unter den Nationen: Sie sollen nicht länger <bei uns> weilen!

Das Angesicht des HERRN hat sie zerstreut, er schaut sie nicht mehr an. Auf die Priester hat man keine Rücksicht genommen, an Greisen keine Gnade geübt.

Noch schmachten unsere Augen nach unserer nichtigen Hilfe; in unserem Warten warten wir auf ein Volk, das nicht retten wird.

Sie stellen unseren Schritten nach, so dass wir nicht auf unseren Straßen gehen können. Unser Ende ist nahe, erfüllt sind unsere Tage; ja, unser Ende ist gekommen.

Unsere Verfolger waren schneller als die Adler des Himmels; sie jagten uns nach auf den Bergen, in der Wüste lauerten sie auf uns.

Unser Lebensodem, der Gesalbte des HERRN, wurde in ihren Gruben gefangen, von dem wir sagten: In seinem Schatten werden wir leben unter den Nationen.

Sei fröhlich und freue dich, Tochter Edom, Bewohnerin des Landes Uz! Auch an dich wird der Becher kommen; du wirst betrunken werden und dich entblößen.

Zu Ende ist deine Ungerechtigkeit, Tochter Zion! Er wird dich nicht mehr wegführen. Er wird deine Ungerechtigkeit heimsuchen, Tochter Edom, er wird deine Sünden aufdecken.

Klagelieder 5

Gedenke, HERR, dessen, was uns geschehen ist! Schau her und sieh unsere Schmach!

Unser Erbteil ist Fremden zugefallen, unsere Häuser Ausländern.

Wir sind Waisen, ohne Vater; unsere Mütter sind wie Witwen.

Unser Wasser trinken wir für Geld, unser Holz bekommen wir gegen Zahlung.

Unsere Verfolger sind uns auf dem Nacken; wir ermatten, man lässt uns keine Ruhe.

Ägypten reichen wir die Hand <und> Assyrien, um mit Brot gesättigt zu werden.

Unsere Väter haben gesündigt, sie sind nicht mehr; wir, wir tragen ihre Ungerechtigkeiten.

Knechte herrschen über uns; da ist niemand, der uns aus ihrer Hand reißt.

Wir holen unser Brot mit Gefahr unseres Lebens wegen des Schwertes der Wüste.

Vor den Gluten des Hungers brennt unsere Haut wie ein Ofen.

Sie haben Frauen entehrt in Zion, Jungfrauen in den Städten Judas.

Fürsten sind durch ihre Hand aufgehängt, das Angesicht der Alten wird nicht geehrt.

Jünglinge tragen die Handmühle, und Knaben straucheln unter dem Holz.

Die Alten bleiben fern vom Tor, die Jünglinge von ihrem Saitenspiel.

Die Freude unseres Herzens hat aufgehört, in Trauer ist unser Reigen verwandelt.

Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Wehe uns, denn wir haben gesündigt!

Darum ist unser Herz krank geworden, um dieser Dinge willen sind unsere Augen verdunkelt:

Wegen des Berges Zion, der verwüstet ist; Füchse streifen darauf umher.

Du, HERR, thronst in Ewigkeit; dein Thron ist von Geschlecht zu Geschlecht.

Warum willst du uns für immer vergessen, uns verlassen auf immerdar?

HERR, bring uns zu dir zurück, dass wir umkehren; erneuere unsere Tage wie vor alters!

Oder solltest du uns ganz und gar verworfen haben, allzu sehr auf uns zürnen?



meine Antworten

Was wird über die Barmherzigkeit Gottes gesagt?

  • die Gnade Gottes ist nicht zu Ende (Kl 3,22)
  • Gottes Erbarmen hört nicht auf (Kl 3,22)
  • es ist jeden Morgen neu (Kl 3,22)
  • groß ist seine Treue (Kl 3,22)
  • er verstößt nicht ewig (Kl 3,31)
  • er erbarmt sich wieder (Kl 3,32)
  • Gott macht es nicht gern, sich von seinen Kinder abzuwenden (Kl 3,33)

Was erbittet das Volk jetzt vom Herrn?

  • Kla 5,21 Bring uns zurück, HERR, zu dir, dass wir umkehren! Erneuere unsere Tage <, dass sie werden> wie früher!

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Tag 295

Informationen zum Buch

  1. Informationen zum Buch Klagelieder  - M. Röseler
  2. Informationen zum Buch Klagelieder - J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch der Klagelieder - R. Liebi

Fragen

  • Worüber weint und klagt die Stadt Jerusalem?
  • Was bleibt den Bewohnern Jerusalems (Zions) noch übrig zu tun, nachdem ihre Stadt zerstört worden ist?

Bibeltext

Klagelieder 1-2

Klagelieder 1

Wie sitzt einsam die volkreiche Stadt, ist einer Witwe gleich geworden die Große unter den Nationen! Die Fürstin unter den Landschaften ist fronpflichtig geworden.

Bitterlich weint sie bei Nacht, und ihre Tränen sind auf ihren Wangen; sie hat keinen Tröster unter allen, die sie liebten; alle ihre Freunde haben treulos an ihr gehandelt, sind ihr zu Feinden geworden.

Juda ist ausgewandert vor Elend und vor schwerer Dienstbarkeit; es wohnt unter den Nationen, hat keine Ruhe gefunden; seine Verfolger haben es in der Bedrängnis ergriffen.

Die Wege Zions trauern, weil niemand zum Fest kommt; alle ihre Tore sind öde; ihre Priester seufzen; ihre Jungfrauen sind betrübt, und ihr selbst ist es bitter.

Ihre Bedränger sind zum Haupt geworden, ihre Feinde sind sorglos; denn der HERR hat sie betrübt wegen der Menge ihrer Übertretungen; vor dem Bedränger her sind ihre Kinder in Gefangenschaft gezogen.

Und von der Tochter Zion ist all ihre Pracht gewichen; ihre Fürsten sind wie Hirsche geworden, die keine Weide finden, und kraftlos gingen sie vor dem Verfolger her.

In den Tagen ihres Elends und ihres Umherirrens erinnert Jerusalem sich an alle ihre Kostbarkeiten, die seit den Tagen der Vorzeit waren, da <nun> ihr Volk durch die Hand des Bedrängers gefallen ist und sie keinen Helfer hat; die Bedränger sehen sie an, spotten über ihren Untergang.

Jerusalem hat schwer gesündigt, darum ist sie wie eine Unreine geworden; alle, die sie ehrten, verachten sie, weil sie ihre Blöße gesehen haben; auch sie selbst seufzt und wendet sich ab.

Ihre Unreinheit ist an ihren Säumen, sie hat ihr Ende nicht bedacht und ist erstaunlich gefallen: Da ist niemand, der sie tröstet. Sieh, HERR, mein Elend, denn der Feind hat großgetan!

Der Bedränger hat seine Hand ausgebreitet über alle ihre Kostbarkeiten; denn sie hat gesehen, dass Nationen in ihr Heiligtum gekommen sind, von denen du geboten hast, dass sie nicht in deine Versammlung kommen sollen!

All ihr Volk seufzt, sucht nach Brot; sie geben ihre Kostbarkeiten für Speise hin, um sich zu erquicken. Sieh, HERR, und schau, dass ich verachtet bin!

Merkt ihr es nicht, alle, die ihr des Weges zieht? Schaut und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz, der mir angetan wurde, <mir>, die der HERR betrübt hat am Tag seiner Zornglut.

Aus der Höhe hat er ein Feuer in meine Gebeine gesandt, dass es sie überwältigte; ein Netz hat er meinen Füßen ausgebreitet, hat mich zurückgewendet; er hat mich zur Wüste gemacht, krank den ganzen Tag.

Angeschirrt durch seine Hand ist das Joch meiner Übertretungen; sie haben sich verflochten, sind auf meinen Hals gekommen; er hat meine Kraft gebrochen. Der Herr hat mich in Hände gegeben, vor denen ich nicht bestehen kann.

Der Herr hat alle meine Starken weggerafft in meiner Mitte; er hat ein Fest gegen mich ausgerufen, um meine Jünglinge zu zerschmettern; der Herr hat der Jungfrau, der Tochter Juda, die Kelter getreten.

Darüber weine ich, rinnt mein Auge, mein Auge von Wasser; denn fern von mir ist ein Tröster, der meine Seele erquicken könnte; meine Kinder sind vernichtet, denn der Feind hat gesiegt.

Zion breitet ihre Hände aus: Da ist niemand, der sie tröstet. Der HERR hat seine Bedränger ringsum gegen Jakob aufgeboten; wie eine Unreine ist Jerusalem unter ihnen geworden.

Der HERR ist gerecht, denn ich bin widerspenstig gegen seinen Mund gewesen. Hört doch, ihr Völker alle, und seht meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und meine Jünglinge sind in die Gefangenschaft gezogen.

Ich rief meinen Liebhabern, sie aber betrogen mich; meine Priester und meine Ältesten sind in der Stadt verschieden, als sie für sich Speise suchten, um ihre Seele zu erquicken.

Sieh, HERR, wie mir angst ist! Meine Eingeweide wallen, mein Herz wendet sich um in meinem Innern, denn ich bin sehr widerspenstig gewesen. Draußen hat mich das Schwert der Kinder beraubt, drinnen ist es wie der Tod.

Sie haben gehört, dass ich seufzte: Ich habe niemand, der mich tröstet! Alle meine Feinde haben mein Unglück gehört, haben sich gefreut, dass du es getan hast. Führst du den Tag herbei, den du verkündigt hast, so werden sie sein wie ich.

Lass all ihre Bosheit vor dein Angesicht kommen und tu ihnen, wie du mir getan hast wegen aller meiner Übertretungen; denn zahlreich sind meine Seufzer, und mein Herz ist krank.

Klagelieder 2

Wie umwölkt der Herr in seinem Zorn die Tochter Zion! Er hat die Herrlichkeit Israels vom Himmel zur Erde geworfen und hat des Schemels seiner Füße nicht gedacht am Tag seines Zorns.

Der Herr hat schonungslos vernichtet alle Wohnstätten Jakobs; er hat in seinem Grimm niedergerissen die Festung der Tochter Juda; zu Boden geworfen, entweiht hat er das Königtum und seine Fürsten.

In Zornglut hat er abgehauen jedes Horn Israels; er hat seine Rechte zurückgezogen vor dem Feind und hat Jakob in Brand gesteckt wie ein flammendes Feuer, das ringsum frisst.

Seinen Bogen hat er gespannt wie ein Feind, hat mit seiner Rechten sich hingestellt wie ein Gegner und alle Lust der Augen getötet; in das Zelt der Tochter Zion hat er seinen Grimm ausgegossen wie Feuer.

Der Herr ist wie ein Feind geworden. Er hat Israel vernichtet, vernichtet alle ihre Paläste, seine Festungen zerstört; und bei der Tochter Juda hat er Seufzen und Stöhnen gemehrt.

Und er hat sein Gehege zerwühlt wie einen Garten, hat den Ort seiner Festversammlung zerstört; der HERR ließ in Zion Fest und Sabbat vergessen; und im Grimm seines Zorns verschmähte er König und Priester.

Der Herr hat seinen Altar verworfen, sein Heiligtum verschmäht; er hat die Mauern ihrer Prachtgebäude der Hand des Feindes preisgegeben; sie haben im Haus des HERRN Lärm erhoben wie an einem Festtag.

Der HERR hat sich vorgenommen, die Mauer der Tochter Zion zu zerstören; er zog die Mess-Schnur, wandte seine Hand nicht vom Verderben ab, und Wall und Mauer hat er trauern lassen; zusammen liegen sie kläglich da.

In die Erde gesunken sind ihre Tore, zerstört und zerschlagen hat er ihre Riegel; ihr König und ihre Fürsten sind unter den Nationen, kein Gesetz ist mehr da; auch ihre Propheten erlangen kein Gesicht von dem HERRN.

Verstummt sitzen auf der Erde die Ältesten der Tochter Zion; sie haben Staub auf ihr Haupt geworfen, sich Sacktuch umgegürtet; die Jungfrauen Jerusalems haben ihr Haupt zur Erde gesenkt.

Durch Tränen vergehen meine Augen, meine Eingeweide wallen, meine Leber hat sich zur Erde ergossen: wegen der Zertrümmerung der Tochter meines Volkes, weil Kind und Säugling auf den Straßen der Stadt verschmachten.

Zu ihren Müttern sagen sie: „Wo ist Korn und Wein?“, während sie wie tödlich Verwundete hinschmachten auf den Straßen der Stadt, indem ihre Seele sich in den Busen ihrer Mütter ergießt.

Was soll ich dir bezeugen, was dir vergleichen, Tochter Jerusalem? Was soll ich dir gleichstellen, dass ich dich tröste, du Jungfrau, Tochter Zion? Denn deine Zertrümmerung ist groß wie das Meer: Wer kann dich heilen?

Nichtiges und Ungereimtes haben deine Propheten dir geschaut; und sie deckten deine Ungerechtigkeit nicht auf, um deine Gefangenschaft zu wenden; sondern sie schauten dir Aussprüche der Nichtigkeit und der Vertreibung.

Alle, die des Weges ziehen, schlagen über dich die Hände zusammen. Sie zischen und schütteln ihren Kopf über die Tochter Jerusalem: „Ist das die Stadt, von der man sprach: Der Schönheit Vollendung, eine Freude der ganzen Erde?“

Alle deine Feinde sperren ihren Mund über dich auf, sie zischen und knirschen mit den Zähnen; sie sprechen: „Wir haben <sie> verschlungen; gewiss, dies ist der Tag, den wir erhofft haben: wir haben <ihn> erreicht, gesehen!“

Der HERR hat getan, was er beschlossen, hat sein Wort erfüllt, das er von den Tagen der Vorzeit her geboten hat. Er hat schonungslos niedergerissen und den Feind sich über dich freuen lassen, hat das Horn deiner Bedränger erhöht.

Ihr Herz schreit zu dem Herrn. Du Mauer der Tochter Zion, lass, wie einen Bach, Tränen rinnen Tag und Nacht; gönne dir keine Rast, dein Augapfel ruhe nicht!

Mach dich auf, klage in der Nacht beim Beginn der Nachtwachen, schütte dein Herz aus wie Wasser vor dem Angesicht des Herrn; hebe deine Hände zu ihm empor für die Seele deiner Kinder, die vor Hunger verschmachten an allen Straßenecken!

Sieh, HERR, und schau, wem du so getan hast! Sollen Frauen ihre Leibesfrucht essen, die Kinder, die sie auf den Händen tragen? Sollen Priester und Prophet im Heiligtum des Herrn ermordet werden?

Knaben und Greise liegen am Boden auf den Gassen; meine Jungfrauen und meine Jünglinge sind durchs Schwert gefallen; hingemordet hast du am Tag deines Zorns, geschlachtet ohne Schonung.

Meine Schrecknisse hast du von allen Seiten herbeigerufen wie an einem Festtag, und nicht einer entkam oder blieb übrig am Tag des Zorns des HERRN. Die ich auf den Händen getragen und erzogen habe, mein Feind hat sie vernichtet.



meine Antworten

Worüber weint und klagt die Stadt Jerusalem?

  • über Bewohnermangel (Kl 1,1)
  • treulose Freunde (Kl 1,2)
  • Gefangenschaft der Bewohner (Kl 1,3)
  • keine Feste (Kl 1,4)
  • die Gegner sind Sieger (Kl 1,5)
  • der Herr hat sie betrübt (Kl 1,5)
  • keine Pracht (Kl 1,6)
  • die Gegner lachen (Kl 1,7.8)

Was bleibt den Bewohnern Jerusalems (Zions) noch übrig zu tun, nachdem ihre Stadt zerstört worden ist?

  • zu weinen (Kl 2,11.18.19)
  • zu hungern (Kl 2,12.19)
  • zu klagen (Kl 2,13)
  • um Hilfe zu schreien (Kl 2,18)

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Tag 308

Informationen zum Buch

  1. Informationen zum Propheten Hesekiel - M. Röseler 
  2. Informationen zum Propheten Hesekiel - J. MacArthur
  3. Einführung in das Buch Hesekiel - R. Liebi

Fragen

  • Woran war der Reichtum der Stadt Tyrus zu erkennen?
  • In dem Klagelied über den König von Tyrus sehen manche Ausleger einen Hinweis auf den Fall Satans. Wie wird die frühere Herrlichkeit des Königs von Tyrus beschrieben?

Bibeltext

Hesekiel 27-28

Hesekiel 27

1 Und das Wort 🗨️ des HERRN erging an mich, indem er sprach 🗨️: 2 Und du, Menschensohn, erhebe ein Klagelied über Tyrus 3 und sprich zu Tyrus: Die du wohnst an den Zugängen des Meeres und Handel 🪙 treibst mit den Völkern nach vielen Inseln hin, so spricht 🗨️ der Herr, HERR: Tyrus, du sprichst: Ich bin vollkommen an Schönheit! 4 Deine Grenzen sind im Herzen ❤️ der Meere; deine Bauleute haben deine Schönheit vollkommen gemacht. 5 Aus Zypressen 🌴 von Senir bauten sie dir alles Doppelplankenwerk; sie nahmen Zedern 🌴 vom Libanon, um auf dir einen Mast zu machen; 6 aus Eichen 🌳 von Basan machten sie deine Ruder; dein Verdeck machten sie aus Elfenbein, eingefasst in Buchsbaum🌲 von den Inseln der Kittäer. 7 Byssus in Buntwirkerei aus Ägypten war dein Segel, um dir als Flagge zu dienen; blauer und roter Purpur von den Inseln Elischas war dein Zeltdach. 8 Die Bewohner von Sidon und Arwad waren deine Ruderer 🚣; deine Weisen, die in dir waren, Tyrus, waren deine Steuermänner; 9 die Ältesten von Gebal und seine Weisen waren in dir als Ausbesserer deiner Lecks. – Alle Schiffe ⛵ des Meeres und ihre Seeleute waren in dir, um deine Waren einzutauschen. 10 Perser und Lud und Put waren in deinem Heer deine Kriegsleute; Schild 🛡️und Helm hängten sie in dir auf, sie gaben dir Glanz. 11 Die Söhne Arwads und dein Heer waren auf deinen Mauern ringsum, und Tapfere waren auf deinen Türmen; ihre Schilde 🛡️ hängten sie ringsum an deinen Mauern auf; sie machten deine Schönheit vollkommen.

12 Tarsis trieb Handel 🪙 mit dir wegen der Menge von allerlei Gütern; mit Silber, Eisen, Zinn und Blei bezahlten sie deine Waren. 13 Jawan, Tubal und Mesech waren deine Kaufleute: Mit Menschenseelen und kupfernen Geräten trieben sie Tauschhandel 🪙 mit dir. 14 Die vom Haus Togarma zahlten Pferde und Reitpferde und Maulesel für deine Waren. 15 Die Söhne Dedans waren deine Kaufleute. Viele Inseln standen in Handelsbeziehungen 🪙 mit dir: Elefantenzähne und Ebenholz erstatteten sie dir als Zahlung. 16 Aram trieb Handel 🪙 mit dir wegen der Menge deiner Erzeugnisse; mit Karfunkeln, rotem Purpur und Buntwirkerei und Byssus und Korallen und Rubinen 💎 bezahlten sie deine Waren. 17 Juda und das Land Israel waren deine Kaufleute; mit Weizen von Minnit und süßem Backwerk und Honig und Öl 🏺 und Balsam trieben sie Tauschhandel 🪙 mit dir. 18 Damaskus trieb Handel 🪙 mit dir wegen der Menge deiner Erzeugnisse, wegen der Menge von allerlei Gütern, mit Wein von Chelbon und Wolle von Zachar. 19 Wedan und Jawan von Usal zahlten bearbeitetes Eisen für deine Waren; Kassia und Würzrohr waren für deinen Tauschhandel 🪙.
20 Dedan trieb Handel 🪙 mit dir mit Prachtdecken zum Reiten. 21 Arabien und alle Fürsten Kedars standen in Handelsbeziehungen 🪙 mit dir; mit Fettschafen 🐏 und Widdern 🐏 und Böcken 🐏, damit trieben sie Handel 🪙 mit dir. 22 Die Kaufleute von Scheba und Raghma waren deine Kaufleute; mit den vorzüglichsten Gewürzen und mit allerlei Edelsteinen und Gold 🪙​ bezahlten sie deine Waren. 23 Haran und Kanne und Eden, die Kaufleute von Scheba, Assur und Kilmad waren deine Kaufleute. 24 Sie handelten 🪙 mit dir mit Prachtgewändern 🧥, mit Mänteln 🧥 aus blauem Purpur und Buntwirkerei und mit Schätzen von gezwirnten Garnen, mit gewundenen und festen Schnüren, für deine Waren. 25 Die Tarsis-Schiffe ⛵ waren deine Karawanen für deinen Tauschhandel 🪙. Und du wurdest angefüllt und sehr herrlich im Herzen ❤️ der Meere.

26 Deine Ruderer 🚣 führten dich auf großen Wassern 💧; der Ostwind zerschellte dich im Herzen ❤️ der Meere. 27 Deine Güter und deine Waren, deine Tauschwaren, deine Seeleute und deine Steuermänner, die Ausbesserer deiner Lecks und die deine Waren eintauschten, und alle deine Kriegsleute, die in dir sind, samt deiner ganzen Schar, die in deiner Mitte ist, werden ins Herz der Meere fallen am Tag deines Sturzes. 28 Vom Getöse des Geschreis deiner Steuermänner werden die Fluren erbeben. 29 Und alle, die das Ruder 🚣 führen, die Seeleute, alle Steuermänner des Meeres, werden aus ihren Schiffen ⛵ steigen, werden ans Land treten. 30 Und sie werden ihre Stimme über dich hören lassen und bitterlich schreien; und sie werden Staub auf ihre Häupter werfen und sich in der Asche wälzen. 31 Und sie werden sich deinetwegen kahl scheren und sich Sacktuch umgürten und werden deinetwegen weinen mit Betrübnis der Seele in bitterer Klage. 32 Und in ihrem Jammern werden sie ein Klagelied über dich erheben und über dich klagen: Wer ist wie Tyrus, wie die Vernichtete inmitten des Meeres! 33 Als deine Waren aus den Meeren hervorgingen, hast du viele Völker gesättigt; mit der Menge deiner Güter und deiner Waren hast du die Könige 🫅 der Erde bereichert. 34 Jetzt, da du von den Meeren weg zerschellt bist in den Tiefen der Wasser 💧 und deine Waren und deine ganze Schar in deiner Mitte gefallen sind, 35 entsetzen sich alle Bewohner der Inseln über dich, und ihre Könige 🫅 schaudern, ihre Angesichter zittern; 36 die Händler unter den Völkern zischen über dich. Ein Schrecken bist du geworden und bist dahin in Ewigkeit!

Hesekiel 28

1 Und das Wort 🗨️ des HERRN erging an mich, indem er sprach 🗨️: 2 Menschensohn, sprich zum Fürsten von Tyrus: So spricht 🗨️ der Herr, HERR: Weil dein Herz ❤️ sich erhebt und du sprichst: „Ich bin ein Gott, ich sitze auf einem Gottessitz im Herzen ❤️ der Meere!“, da du doch ein Mensch 🧑🏻‍🦱 bist und nicht Gott, und deinen Sinn dem Sinn Gottes gleichstellst. Siehe, du bist weiser als Daniel, nichts Verborgenes ist dunkel für dich. 4 Durch deine Weisheit und durch deinen Verstand hast du dir Reichtum erworben und hast Gold 🪙 und Silber 🪙 in deine Schatzkammern geschafft. 5 Durch die Größe deiner Weisheit hast du mit deinem Handel 🪙 deinen Reichtum vermehrt, und dein Herz ❤️​ hat sich wegen deines Reichtums 🪙 erhoben – 6 darum, so spricht 🗨️ der Herr, HERR: Weil du deinen Sinn dem Sinn Gottes gleichstellst, darum, siehe, werde ich Fremde, die Gewalttätigsten der Nationen, über dich bringen; und sie werden ihre Schwerter ⚔️ ziehen gegen die Schönheit deiner Weisheit und deinen Glanz entweihen. In die Grube werden sie dich hinabstürzen, und du wirst den Tod 💀 eines Erschlagenen 💀 sterben 💀 im Herzen ❤️ der Meere. 9 Wirst du wohl angesichts deines Mörders sagen: Ich bin ein Gott!, da du doch ein Mensch bist und nicht Gott, in der Hand derer, die dich erschlagen? 10 Den Tod 💀 der Unbeschnittenen wirst du sterben 💀 durch die Hand der Fremden; denn ich habe geredet 🗨️, spricht 🗨️ der Herr, HERR.

11 Und das Wort 🗨️ des HERRN erging an mich, indem er sprach 🗨️: 12 Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht 🗨️ der Herr, HERR: Der du das Bild der Vollendung warst, voller Weisheit und vollkommen an Schönheit, 13 du warst in Eden, dem Garten Gottes; allerlei Edelgestein 💎 war deine Decke: Sardis 💎, Topas 💎 und Diamant 💎; Chrysolith 💎, Onyx 💎 und Jaspis 💎, Saphir 💎, Karfunkel 💎 und Smaragd 💎; und aus Gold 🪙 war das Kunstwerk deiner Einfassungen und deiner Höhlungen bei dir; an dem Tag 🕒, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet. 14 Du warst ein schirmender, gesalbter Cherub, und ich hatte 💪 dich dazu gemacht 💪; du warst auf Gottes heiligem Berg 🌄, du wandeltest inmitten feuriger Steine 💎. 15 Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen 💪 wurdest, bis Unrecht an dir gefunden wurde. 16 Durch die Größe deines Handels 🪙 wurde dein Inneres mit Gewalttat erfüllt, und du sündigtest; und ich habe dich entweiht vom Berg Gottes weg und habe dich, du schirmender Cherub, vertilgt aus der Mitte der feurigen Steine 💎. 17 Dein Herz ❤️​ hat sich erhoben wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichtegemacht wegen deines Glanzes; ich habe 💪 dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen hingegeben, damit sie mit Genugtuung auf dich blicken. 18 Durch die Menge deiner Ungerechtigkeiten, in der Falschheit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht; darum habe ich aus deinem Innern ein Feuer ausgehen lassen, das dich verzehrt hat, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde vor den Augen 👀 aller, die dich sehen. 19 Alle, die dich kennen unter den Völkern, entsetzen sich über dich; ein Schrecken bist du geworden und bist dahin in Ewigkeit!

20 Und das Wort 🗨️ des HERRN erging an mich, indem er sprach 🗨️: 21 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Sidon und weissage gegen es 22 und sprich: So spricht 🗨️ der Herr, HERR: Siehe, ich will 💪 an dich, Sidon, und will mich verherrlichen💪  in deiner Mitte; und sie werden wissen, dass ich der HERR bin, wenn ich Gerichte ⚖️ an ihm übe und mich an ihm heilige. 23 Und ich werde die Pest hineinsenden und Blut 🩸 auf seine Straßen; und Erschlagene werden in seiner Mitte fallen durch das Schwert ⚔️, das ringsum gegen es sein wird. Und sie werden wissen, dass ich der HERR bin. 24 Und für das Haus 🏠​ Israel soll es nicht mehr einen stechenden Dorn und einen schmerzenden Stachel geben von allen um sie her, die sie verachteten. Und sie werden wissen, dass ich der Herr, HERR, bin.

25 So spricht 🗨️ der Herr, HERR: Wenn ich das Haus 🏠​ Israel aus den Völkern sammeln werde, unter die sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen heilige vor den Augen 👀 der Nationen, dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe. 26 Und sie werden in Sicherheit darin wohnen und Häuser 🏠​ bauen und Weinberge 🍇 pflanzen; und sie werden in Sicherheit wohnen, wenn ich Gerichte geübt habe an allen, die sie verachteten aus ihrer Umgebung. Und sie werden wissen, dass ich der HERR bin, ihr Gott.


 


meine Antworten

Woran war der Reichtum der Stadt Tyrus zu erkennen?

  • ein sehr schöne Stadt (Hes 27,3.4)
  • das Material kam von allen berühmten Gegenden (Hes 27,5-7)
  • die Ruderer waren von Sidon und Arwad (Hes 27,8)
  • die Schiffe wurden von den Besten gebaut und repariert (Hes 27,9)
  • Söldner aus Paras und Lud waren zum Schutz da (Hes 27,10.11)
  • Tarsis war Aufkäufer für:
    • Silber (Hes 27,12)
    • Eisen (Hes 27,12)
    • Zinn (Hes 27,12)
    • Blei (Hes 27,12)
  • Jawan, Tubal und Meschech waren Aufkäufer für:
    • Sklaven (Hes 27,13)
    • bronzen Geräte (Hes 27,13)
  • das Haus Togarma war Aufkäufer für:
    • Zugpferde (Hes 27,14)
    • Reitpferde (Hes 27,14)
    • Maulesel (Hes 27,14)
    • Waren (Hes 27,14)
  • die Söhne Dedans waren die Händler (Hes 27,15)
  • viele Inseln waren Äufkäufer für:
    • Elfenbein (Hes 27,15)
    • Ebenholz (Hes 27,15)

In dem Klagelied über den König von Tyrus sehen manche Ausleger einen Hinweis auf den Fall Satans. Wie wird die frühere Herrlichkeit des Königs von Tyrus beschrieben?

  • als vollendetes Siegel (Hes 28,12)
  • voller Weisheit (Hes 28,12)
  • vollkommener Schönheit (Hes 28,12)
  • Vollkommen (Hes 28,15)

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Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
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Gelb Heiliger Geist