Tag 31

Informationen


Fragen

  • Welchen Wunsch bringt Hiob in seiner Antwort an Elifas zum Ausdruck?
  • Wozu wird Hiob von seinem Freund Bildad aufgefordert?

Bibeltext

Hiob 6

1 Und Hiob antwortete und sprach:

2 O dass mein Kummer doch gewogen würde und man mein Missgeschick auf die Waagschale legte allzumal! 3 Denn dann würde es schwerer sein als der Sand der Meere; darum sind unbesonnen meine Worte. 4 Denn die Pfeile des Allmächtigen sind in mir, ihr Gift trinkt mein Geist; die Schrecken Gottes stellen sich in Schlachtordnung gegen mich auf. 5 Schreit ein Wildesel beim Gras, oder brüllt ein Rind bei seinem Futter? 6 Wird Fades, Salzloses gegessen? Oder ist Geschmack im Eiweiß? 7 Was meine Seele sich weigerte anzurühren, das ist wie meine ekle Speise.

8 O dass doch meine Bitte einträfe und Gott mein Verlangen gewährte, 9 dass es Gott gefiele, mich zu zermalmen, dass er seine Hand losmachte und mich vernichtete! 10 So würde noch mein Trost sein, und ich würde frohlocken in schonungsloser Pein, dass ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe. 11 Was ist meine Kraft, dass ich ausharren, und was mein Ende, dass ich mich gedulden sollte? 12 Ist Kraft der Steine meine Kraft, oder ist mein Fleisch aus Erz? 13 Ist es nicht so, dass keine Hilfe in mir und <jede> Kraft aus mir vertrieben ist?

14 Dem Verzagten gebührt Milde von seinem Freund, sonst wird er die Furcht des Allmächtigen verlassen. 15 Meine Brüder haben sich trügerisch erwiesen wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbäche, die hinschwinden, 16 die trübe sind von Eis, in denen der Schnee sich birgt. 17 Zur Zeit, wenn sie erwärmt werden, versiegen sie; wenn es heiß wird, sind sie von ihrer Stelle verschwunden. 18 Es schlängeln sich die Pfade ihres Laufes, ziehen hinauf in die Öde und verlieren sich. 19 Es blickten hin die Karawanen Temas, die Reisezüge Schebas hofften auf sie: 20 Sie wurden beschämt, weil sie <auf sie> vertraut hatten, sie kamen hin und wurden zuschanden. 21 Denn jetzt seid ihr zu nichts geworden; ihr seht einen Schrecken und fürchtet euch. 22 Habe ich etwa gesagt: Gebt mir und macht mir ein Geschenk von eurem Vermögen 23 und befreit mich aus der Hand des Bedrängers und erlöst mich aus der Hand der Gewalttätigen?

24 Belehrt mich, und ich will schweigen; und gebt mir zu erkennen, worin ich geirrt habe.
25 Wie eindringlich sind richtige Worte! Aber was tadelt der Tadel, der von euch kommt? 26 Gedenkt ihr, Reden zu tadeln? Für den Wind sind ja die Worte eines Verzweifelnden! 27 Sogar den Verwaisten würdet ihr verlosen, und über euren Freund einen Handel abschließen. 28 Und nun, lasst es euch gefallen, auf mich hinzublicken: Euch ins Angesicht werde ich doch nicht etwa lügen. 29 Kehrt doch um, es geschehe kein Unrecht; ja, kehrt noch um, <denn> um meine Gerechtigkeit handelt es sich! 30 Ist Unrecht auf meiner Zunge, oder sollte mein Gaumen Frevelhaftes nicht unterscheiden?

Hiob 7

1 Hat der Mensch nicht einen harten Dienst auf der Erde, und sind seine Tage nicht wie die Tage eines Tagelöhners? 2 Wie ein Knecht, der sich nach dem Schatten sehnt, und wie ein Tagelöhner, der auf seinen Lohn harrt, 3 so sind mir zuteil geworden Monate der Nichtigkeit und Nächte der Mühsal mir zugezählt. 4 Wenn ich mich niederlege, so spreche ich: Wann werde ich aufstehen? Und der Abend dehnt sich, und ich werde des Umherwerfens satt bis zur Dämmerung. 5 Mein Fleisch ist bekleidet mit Gewürm und Erdkrusten, meine Haut zieht sich zusammen und eitert. 6 Meine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschiffchen und schwinden ohne Hoffnung.

7 Gedenke, dass mein Leben ein Hauch ist! Nicht wird mein Auge das Glück wieder sehen. 8 Nicht mehr wird mich schauen das Auge des mich Sehenden; <richtest du> deine Augen auf mich, so bin ich nicht mehr. 9 Die Wolke schwindet und fährt dahin; so steigt, wer in den Scheol hinabfährt, nicht <wieder> herauf. 10 Nicht mehr kehrt er zurück zu seinem Haus, und seine Stätte erkennt ihn nicht mehr. 11 <So> will auch ich meinen Mund nicht zurückhalten, will reden in der Bedrängnis meines Geistes, will klagen in der Bitterkeit meiner Seele.

12 Bin ich ein Meer oder ein Seeungeheuer, dass du eine Wache gegen mich aufstellst? 13 Wenn ich sage: Trösten wird mich mein Bett, mein Lager wird tragen helfen meine Klage, 14 so erschreckst du mich mit Träumen, und durch Gesichte ängstigst du mich, 15 so dass meine Seele Erstickung vorzieht, den Tod lieber <wählt> als meine Gebeine. 16 Ich verachte <es> – nicht ewig werde ich <ja> leben: Lass ab von mir, denn ein Hauch sind meine Tage! 17 Was ist der Mensch, dass du ihn hochhältst und dass du dein Herz auf ihn richtest 18 und alle Morgen ihn heimsuchst, alle Augenblicke ihn prüfst? 19 Wie lange willst du nicht von mir wegblicken, nicht von mir ablassen, bis ich meinen Speichel verschlucke? 20 Habe ich gesündigt, was tat ich dir an, du Beobachter der Menschen? Warum hast du mich dir zum Angriffspunkt gesetzt, dass ich mir selbst zur Last geworden bin? 21 Und warum vergibst du nicht meine Übertretung und lässt nicht vorübergehen meine Ungerechtigkeit? Denn nun werde ich mich in den Staub legen, und suchst du nach mir, so bin ich nicht mehr.

Hiob 8

1 Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sprach:

2 Bis wann willst du solche <Dinge> reden, und sollen die Worte deines Mundes ungestümer Wind sein? 3 Wird Gott das Recht beugen, oder wird der Allmächtige beugen die Gerechtigkeit? 4 Wenn deine Kinder gegen ihn gesündigt haben, so gab er sie ihrer Übertretung preis. 5 Wenn du Gott eifrig suchst und zu dem Allmächtigen um Gnade flehst, 6 wenn du lauter und rechtschaffen bist, ja, dann wird er zu deinen Gunsten aufwachen und die Wohnung deiner Gerechtigkeit wiederherstellen; 7 und dein Anfang wird gering erscheinen, aber dein Ende sehr groß werden.

8 Denn befrage doch das vorige Geschlecht, und richte deinen Sinn auf das, was ihre Väter erforscht haben. 9 (Denn wir sind von gestern und wissen nichts, denn ein Schatten sind unsere Tage auf der Erde.) 10 Werden jene dich nicht belehren, es dir sagen und Worte aus ihrem Herzen hervorbringen?

11 Schießt Papyrus auf, wo kein Sumpf ist? Wächst Riedgras empor ohne Wasser? 12 Noch grünt es<,> wird nicht ausgerauft, so verdorrt es <doch> vor allem Gras. 13 So sind die Pfade aller, die Gott vergessen; und des Ruchlosen Hoffnung geht zugrunde. 14 Sein Vertrauen wird abgeschnitten, und seine Zuversicht ist ein Spinngewebe. 15 Er stützt sich auf sein Haus, und es hält nicht stand; er hält sich daran fest, und es bleibt nicht aufrecht.

16 Saftvoll ist er vor der Sonne, und seine Schösslinge dehnen sich aus über seinen Garten hin; 17 über Steinhaufen schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die Wohnung der Steine. 18 Wenn er ihn wegreißt von seiner Stätte, so verleugnet sie ihn: Ich habe dich nie gesehen! 19 Siehe, das ist die Freude seines Weges; und aus dem Staub sprossen andere hervor.

20 Siehe, Gott wird den Vollkommenen nicht verwerfen und nicht bei der Hand fassen die Übeltäter. 21 Während er deinen Mund mit Lachen füllen wird und deine Lippen mit Jubelschall, 22 werden deine Hasser bekleidet werden mit Schande, und das Zelt der Gottlosen wird nicht mehr sein.


Meine Antworten

Welchen Wunsch bringt Hiob in seiner Antwort an Elifas zum Ausdruck?

  • Hiob will sterben (Hi 6,1-10)
  • Hiob will Vergebung von Gott (Hi 7,17-21)

Wozu wird Hiob von seinem Freund Bildad aufgefordert?

  • Hiob soll still sein (Hi 8,1)
  • Hiob soll Gott eifrig und aufrichtig suchen (Hi 8,5.6)

Informationen


Weiterführende Dokumente

 
 

Tag 30

Informationen


Fragen

  • Fasse die wichtigsten Aussagen über die Ursache des Leids in der Rede Elifas kurz zusammen!
  • Nenne aus der Rede Elifas an Hiob einige große Dinge, die Gott tut!

Bibeltext

Hiob 4-5

1 Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:

2 Wenn man ein Wort an dich versucht, wird es dich verdrießen? Doch die Worte zurückhalten, wer könnte es?
3 Siehe, du hast viele unterwiesen, und erschlaffte Hände stärktest du; den Strauchelnden richteten deine Worte auf, und sinkende Knie hast du befestigt.
Doch nun kommt es an dich, und es verdrießt dich; es erreicht dich, und du bist bestürzt.
6 Ist nicht deine Gottesfurcht deine Zuversicht und die Vollkommenheit deiner Wege deine Hoffnung?
7 Erinnere dich doch: Wer ist als Unschuldiger umgekommen, und wo sind Rechtschaffene vertilgt worden?
8 So wie ich es gesehen habe: Die Unheil pflügen und Mühsal säen, ernten es. 
9 Durch den Odem Gottes kommen sie um, und durch den Hauch seiner Nase vergehen sie.
10 Das Brüllen des Löwen und die Stimme des Brüllers <sind verstummt>, und die Zähne der jungen Löwen sind ausgebrochen; 11 der Löwe kommt um aus Mangel an Raub, und die Jungen der Löwin werden zerstreut.

12 Und zu mir gelangte verstohlen ein Wort, und mein Ohr vernahm ein Geflüster davon. 13 In Gedanken, die Nachtgesichte hervorrufen, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt, 14 kam Schauer über mich und Beben und durchschauerte alle meine Gebeine; 15 und ein Geist zog vor meinem Angesicht vorüber, das Haar meines Leibes starrte empor. 16 Da stand einer – ich erkannte sein Aussehen nicht –, eine Gestalt war vor meinen Augen, ein Säuseln und eine Stimme hörte ich:

17 Sollte ein Mensch gerechter sein als Gott, oder ein Mann reiner als der, der ihn gemacht hat? 
18 Siehe, auf seine Knechte vertraut er nicht, und seinen Engeln legt er Irrtum zur Last: 19 wie viel mehr denen, die in Lehmhäusern wohnen, deren Grund im Staub ist! 20 Wie Motten werden sie zertreten. Vom Morgen bis zum Abend werden sie zerschmettert; ohne dass man es beachtet, kommen sie um für immer. 21 Ist es nicht so? Wird ihr Zeltstrick an ihnen weggerissen, so sterben sie, und nicht in Weisheit.

Hiob 5

Ruf doch, ob einer da ist, der dir antwortet! Und an welchen der Heiligen willst du dich wenden? Denn den Narren erwürgt der Unmut, und den Einfältigen tötet der Eifer. Ich sah den Narren Wurzel schlagen, und sogleich verwünschte ich seine Wohnung. Fern blieben seine Kinder vom Glück; und sie wurden im Tor zertreten, und kein Erretter war da. Seine Ernte verzehrte der Hungrige, und bis aus den Dornenhecken nahm er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappte die Schlinge. Denn nicht aus dem Staub geht Unheil hervor, und nicht sprosst Mühsal aus dem Erdboden; sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken sich erheben im Flug.

Ich jedoch würde Gott suchen 🔍​ und Gott meine Sache vorlegen, der Großes und Unerforschliches tut 💪 , Wunder ohne Zahl, 10 der Regen gibt 💪 auf die Fläche der Erde und Wasser sendet auf die Fläche der Flur, 11 um Niedrige in die Höhe zu setzen 💪; und Trauernde steigen empor zum Glück. 12 Der zunichte macht 💪 die Pläne der Listigen, und ihre Hände führen das Ausgeklügelte nicht aus, 13 der die Weisen fängt 💪 in ihrer List; und der Rat der Verdrehten überstürzt sich. 14 Am Tag stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tappen sie umher wie bei Nacht. 15 Und er rettet🛟​ vom Schwert <und> von ihrem Mund und aus der Hand des Starken den Armen. 16 So wird dem Geringen Hoffnung, und die Ungerechtigkeit verschließt ihren Mund.

17 Siehe, glückselig der Mensch, den Gott straft! So verwirf denn nicht die Züchtigung des Allmächtigen.
18 Denn er bereitet 💪 Schmerz und verbindet 💪, er zerschlägt 💪, und seine Hände heilen 💪.
19 In sechs Bedrängnissen wird er dich retten 🛟, und in sieben wird dich kein Unglück antasten 🛟. 20 In Hungersnot erlöst 💪​ er dich vom Tod und im Kampf von der Gewalt des Schwertes. 21 Vor der Geißel der Zunge wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt. 22 Über Verwüstung und Hunger wirst du lachen, und vor den Tieren der Erde wirst du dich nicht fürchten; 23 denn dein Bund wird mit den Steinen des Feldes sein, und die Tiere des Feldes werden Frieden mit dir haben. 24 Und du wirst erfahren, dass dein Zelt in Frieden ist, und überschaust du deine Wohnung, so wirst du nichts vermissen; 25 und du wirst erfahren, dass deine Nachkommen zahlreich sein werden und deine Sprösslinge wie das Kraut der Erde. 26 Du wirst in Rüstigkeit in das Grab kommen, wie der Garbenhaufen eingebracht wird zu seiner Zeit.

27 Siehe, dies haben wir erforscht, so ist es; höre es, und du, merke es dir!


Meine Antworten

Fasse die wichtigsten Aussagen über die Ursache des Leids in der Rede Elifas kurz zusammen!

  • Hi 4,8: So wie ich es gesehen habe: Die Unheil pflügen und Mühsal säen, ernten es.

  • Hi 4,9: Durch den Odem Gottes kommen sie um, und durch den Hauch seiner Nase vergehen sie.

Nenne aus der Rede Elifas an Hiob einige große Dinge, die Gott tut!

  • Der großes und Unerforschliches tut (Hi 5,9)
  • Der Wunder bis zur Unzahl tut (Hi 5,9)
  • Der Regen gibt (Hi 5,10)
  • Niedrige in die Höhe bringt (Hi 5,11)
  • Trauernde neues Glück bringt (Hi 5,11)
  • Der Anschläge der Klugen vereitelt (Hi 5,12)
  • Der die Weisen in ihrer Klugheit fängt (Hi 5,13)
  • Der den Rate der Hinterlistige zu Fall bringt (Hi 5,13)
  • Er rettet vor dem Schwert (Hi 5,15)
  • Er retten vor Ihren Mund (Falschheit) (Hi 5,15)
  • Er rettet vor der Hand des Starken (Hi 5,15)
  • Er gibt den Geringen Hoffnung (Hi 5,16)
  • Er verschließt der Schlechtigkeit den Mund (Hi 5,16)

Informationen


Weiterführende Dokumente

 

Tag 29

Informationen


Fragen

  • Was verliert Hiob von seinem Besitz an einem einzigen Tag?
  • Wie reagiert er darauf?
  • Was antwortet Hiob auf den Rat seiner Frau?

Bibeltext

Hiob 1-3

1 Es war ein Mann im Land Uz, sein Name war Hiob; und dieser Mann war vollkommen und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend. 2 Und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren. 3 Und sein Besitz bestand <aus> 7.000 Schafen und 3.000 Kamelen und 500 Joch Rindern und 500 Eselinnen und in sehr vielem Gesinde. Und dieser Mann war größer als alle Söhne des Ostens.

4 Und seine Söhne gingen hin und machten im Haus eines jeden ein Gastmahl an seinem Tag; und sie sandten hin und luden ihre drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken. 5 Und es geschah, wenn die Tage des Gastmahls vorüber waren, so sandte Hiob hin und heiligte sie; und er stand frühmorgens auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob sprach: Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt. So tat Hiob allezeit.

6 Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor den HERRN zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte.
7 Und der HERR sprach 🗨️ zum Satan: Woher kommst du?

Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.

8 Und der HERR sprach 🗨️ zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn seinesgleichen ist kein Mann auf der Erde, vollkommen und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend.

9 Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ist es umsonst, dass Hiob Gott fürchtet? 10 Hast nicht du selbst ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingezäunt? Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich im Land ausgebreitet. 11 Aber strecke einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.

12 Da sprach 🗨️ der HERR zum Satan: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand; nur nach ihm strecke deine Hand nicht aus.

Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN weg.

13 Und es geschah eines Tages, als seine Söhne und seine Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken, 14 da kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die Eselinnen weideten neben ihnen, 15 da fielen Sabäer ein und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwertes; und ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.

16 Dieser redete noch, da kam ein anderer und sprach: Feuer Gottes ist vom Himmel gefallen und hat das Kleinvieh und die Knechte verbrannt und sie verzehrt; und ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.

17 Dieser redete noch, da kam ein anderer und sprach: <Die> Chaldäer haben drei Abteilungen gebildet und sind über die Kamele hergefallen und haben sie weggenommen, und die Knechte haben sie mit der Schärfe des Schwertes erschlagen; und ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.

18 Während dieser <noch> redete, da kam ein anderer und sprach: Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders; 19 und siehe, ein starker Wind kam von jenseits der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses, und es fiel auf die jungen Leute, und sie starben; und ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.

20 Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt; und er fiel zur Erde nieder und betete an.
21 Und er sprach: Nackt bin ich aus meiner Mutter Leib gekommen, und nackt werde ich dahin zurückkehren; der HERR hat gegeben 💪, und der HERR hat genommen 💪, der Name des HERRN sei gepriesen!
22 Bei all diesem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts Ungereimtes zu.

Hiob 2

1 Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor den HERRN zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte, um sich vor den HERRN zu stellen.

2 Und der HERR sprach 🗨️ zum Satan: Woher kommst du?

Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr.

3 Und der HERR sprach 🗨️ zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn seinesgleichen ist kein Mann auf der Erde, vollkommen und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend; und noch hält er fest an seiner Vollkommenheit, obwohl du mich gegen ihn gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verschlingen.

4 Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut um Haut, ja, alles, was der Mensch hat, gibt er für sein Leben. Aber strecke einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.

5 Und der HERR sprach 🗨️ zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur verschone sein Leben.

7 Und der Satan ging vom Angesicht des HERRN weg, und er schlug Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel.
8 Und er nahm eine Tonscherbe, um sich damit zu schaben; und er saß mitten in der Asche. 
9 Da sprach seine Frau zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Vollkommenheit? Sage dich los von Gott und stirb!
10 Und er sprach zu ihr: Du redest, wie eine der Törinnen redet. Wir sollten das Gute von Gott annehmen, und das Böse sollten wir nicht auch annehmen?

Bei all diesem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen 👄​.

11 Und die drei Freunde Hiobs hörten all dieses Unglück, das über ihn gekommen war; und sie kamen, jeder aus seinem Ort: Eliphas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und Zophar, der Naamatiter; und sie verabredeten sich miteinander, zu kommen, um ihm ihr Beileid zu bezeugen und ihn zu trösten.
12 Und sie erhoben ihre Augen von fern und erkannten ihn nicht; da erhoben sie ihre Stimme und weinten, und sie zerrissen jeder sein Gewand und streuten Staub auf ihre Häupter himmelwärts.
13 Und sie saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte; und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.

Hiob 3

1 Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag. 2 Und Hiob hob an und sprach:

3 Es verschwinde der Tag, an dem ich geboren wurde, und die Nacht, die sprach: Ein Knabe ist empfangen! Jener Tag sei Finsternis! 4 Nicht frage Gott nach ihm droben, und nicht erglänze über ihm das Licht! 5 Finsternis und Todesschatten mögen ihn einlösen, Gewölk sich über ihm lagern, Tagesverfinsterungen ihn schrecken! 6 Jene Nacht – Dunkel ergreife sie; sie freue sich nicht unter den Tagen des Jahres, in die Zahl der Monate komme sie nicht! 7 Siehe, jene Nacht sei unfruchtbar, es trete kein Jubel in sie ein! 8 Verwünschen mögen sie die Verflucher des Tages, die fähig sind, den Leviatan aufzureizen! 9 Verfinstert seien die Sterne ihrer Dämmerung; sie harre auf Licht, und da sei keines; und nicht schaue sie die Wimpern der Morgenröte! 10 Denn sie hat die Pforte meines Mutterschoßes nicht verschlossen und Mühsal nicht verborgen vor meinen Augen.

11 Warum starb ich nicht von Mutterleib an, kam aus dem Schoß hervor und verschied? 12 Weshalb kamen Knie mir entgegen, und wozu Brüste, dass ich sog?

13 Denn jetzt würde ich liegen und rasten, ich würde schlafen; dann hätte ich Ruhe – 14 mit Königen und Ratgebern der Erde, die sich verödete Plätze erbauten, 15 oder mit Fürsten, die Gold hatten, die ihre Häuser mit Silber füllten; 16 oder, wie eine verborgene Fehlgeburt, wäre ich nicht da, wie Kinder, die das Licht nicht erblickt haben.
17 Dort lassen die Gottlosen ab vom Toben, und dort ruhen die an Kraft Erschöpften, 18 rasten die Gefangenen allesamt, hören nicht die Stimme des Treibers. 19 Der Kleine und der Große, dort sind sie gleich, und der Knecht ist frei von seinem Herrn.

20 Warum gibt er dem Mühseligen Licht, und Leben denen, die bitterer Seele sind; 21 die auf den Tod harren, und er ist nicht da, und die nach ihm graben, mehr als nach verborgenen Schätzen; 22 die sich freuen bis zum Jubel, Wonne haben, wenn sie das Grab finden – 23 dem Mann, dessen Weg verborgen ist und den Gott eingeschlossen hat ringsum?
24 Denn vor meinem Brot kommt mein Seufzen, und wie Wasser ergießt sich mein Gestöhn. 25 Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und wovor mir bangte, das kam über mich.
26 Ich war nicht ruhig, und ich rastete nicht und ruhte nicht, da kam das Toben.


Meine Antworten

Was verliert Hiob von seinem Besitz an einem einzigen Tag?

  • Seine 500 Gespanne Rinder durch Sabäer (Hi 1,3.14)
  • Seine 500 Gespanne Eselinnen durch Sabäer (Hi 1,3.14)
  • Seine 7000 Schafe durch Feuer vom Himmel (Hi 1,3.16)
  • Seine 3000 Kamele durch die Chaldäer (Ausgangsort von Abraham) (Hi 1,3.17)
  • Seine 7 Söhne und 3 Töchter (2 mal Zahl der Vollkommenheit) durch den Wind (Hi 1,2.118.19)

Wie reagiert er darauf?

  • Er fiel auf die Erde und betet an (Hi 1,20)
  • Er weiß das alles von Gott kommt (Hi 1,21)

Was antwortet Hiob auf den Rat seiner Frau?

  • Hi 2,10 Du redest, wie eine der Törinnen redet. Wir sollten das Gute von Gott annemen, und das Böse sollten wir nicht auch annehmen?

Informationen


Weiterführende Dokumente

 

Tag 35

Informationen


Fragen

  1. Das eigentliche Ziel des Bibelstudiums ist, Gott, den Vater und den Herrn Jesus besser kennenzulernen. Was sagt dieses Kapitel über das Wesen und die Persönlichkeit Gottes aus?
  2.  Gott hat mir die Bibel gegeben, damit sie mein Leben verändert. Welche Dinge in Bezug auf meine Gewohnheiten oder Charaktereigenschaften fallen mir während der Bearbeitung dieses Kapitels ein, die der Korrektur oder Änderung bedürfen?
  3. Welches sind in diesem Kapitel ...
    • die Schlüsselverse, Schlüsselsätze, Schlüsselwörter?
    • die Schlüsselpunkte oder Prinzipien - und wie wirken sie in meinem Leben?
  4. Erkenne ich in diesem Kapitel ...
    • Anweisungen, denen ich gehorchen sollte?
    • Verheißungen, auf die ich mich berufen kann?
    • Wertmaßstäbe, nach denen ich mich richten sollte?
    • Beispiele, die mich etwas lehren wollen?
  5. Welche Überschrift (drei bis sechs Worte) würde ich diesem Kapitel geben, die mir hilft, seine Aussage zu behalten?

Die beste Vorbereitung für die Bearbeitung der einzelnen Kapitel: Lies das Kapitel ... lies es noch einmal ... und lies es noch einmal.


Bibeltext

Hiob 18

Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sprach:

Bis wann wollt ihr auf Worte Jagd machen? Werdet verständig, und danach wollen wir reden! Warum werden wir für Vieh gehalten, sind dumm in euren Augen?
Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn, soll um deinetwillen die Erde verlassen werden und ein Fels von seiner Stelle wegrücken? Doch das Licht der Gottlosen wird erlöschen, und nicht leuchten wird die Flamme seines Feuers. Das Licht wird finster in seinem Zelt, und seine Lampe erlischt über ihm. Die Schritte seiner Kraft werden eingeengt werden, und sein Plan wird ihn stürzen. Denn durch seine <eigenen> Füße wird er ins Netz getrieben, und auf Fallgittern schreitet er. Der Fallstrick wird <seine> Ferse erfassen, die Schlinge ihn ergreifen. Sein Garn ist verborgen in der Erde und seine Falle auf dem Pfad. Schrecken ängstigen ihn ringsum und scheuchen ihn auf Schritt und Tritt. Seine Kraft wird aufgezehrt werden durch Hunger, und das Verderben steht bereit an seiner Seite. Der Erstgeborene des Todes wird die Glieder seines Leibes fressen, seine Glieder wird er fressen. Seine Zuversicht wird weggerissen werden aus seinem Zelt, und es wird ihn forttreiben zum König der Schrecken. Was nicht sein ist, wird in seinem Zelt wohnen, auf seine Wohnstätte wird Schwefel gestreut werden. Unten werden seine Wurzeln verdorren, und oben werden seine Zweige verwelken. Sein Andenken verschwindet von der Erde, und auf der Fläche des Landes hat er keinen Namen. Man wird ihn aus dem Licht in die Finsternis stoßen und aus der Welt ihn verjagen. Er wird keinen Sohn und keinen Nachkommen haben unter seinem Volk, noch wird ein Entronnener in seinen Wohnsitzen sein. Über seinen Tag entsetzen sich die im Westen Wohnenden, und die im Osten erfasst Schauder.

Ja, so sind die Wohnungen des Ungerechten, und so ist die Stätte dessen, der Gott nicht kennt.

Hiob 19

Und Hiob antwortete und sprach:

Wie lange wollt ihr meine Seele plagen und mich mit Worten zermalmen? Schon zehnmal habt ihr mich geschmäht; ihr schämt euch nicht, mich zu verletzen.
Und habe ich auch wirklich geirrt, so bleibt <doch> mein Irrtum bei mir. Wenn ihr wirklich gegen mich großtun und meine Schmach gegen mich darlegen wollt, so wisst denn, dass Gott mich <in meinem Recht> gebeugt und mich umstellt hat mit seinem Netz.

Siehe, ich schreie über Gewalttat und werde nicht erhört; ich rufe um Hilfe, und da ist kein Recht. Er hat meinen Weg verzäunt, dass ich nicht hinüber kann, und auf meine Pfade legte er Finsternis. Meine Ehre hat er mir ausgezogen und die Krone meines Hauptes weggenommen. Er hat mich ringsum niedergerissen, so dass ich vergehe, und hat meine Hoffnung ausgerissen wie einen Baum. Und seinen Zorn ließ er gegen mich entbrennen und achtete mich seinen Feinden gleich. Miteinander kamen seine Scharen und bahnten ihren Weg gegen mich und lagerten sich rings um mein Zelt. Meine Brüder hat er von mir entfernt, und meine Bekannten sind mir ganz entfremdet. Meine Verwandten bleiben aus, und meine Vertrauten haben mich vergessen. Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für einen Fremden; ein Ausländer bin ich in ihren Augen geworden. Meinem Knecht rufe ich, und er antwortet nicht; mit meinem Mund muss ich zu ihm flehen. Mein Atem ist meiner Frau zuwider, und mein übler Geruch den Kindern meiner Mutter. Sogar kleine Kinder verachten mich; will ich aufstehen, so reden sie über mich. Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die, die ich liebte, haben sich gegen mich gekehrt. Mein Gebein klebt an meiner Haut und an meinem Fleisch, und <nur> mit der Haut meiner Zähne bin ich entkommen.

Erbarmt euch meiner, erbarmt euch meiner, ihr meine Freunde, denn die Hand Gottes hat mich angetastet! Warum verfolgt ihr mich wie Gott und werdet meines Fleisches nicht satt? O dass doch meine Worte aufgeschrieben würden, dass sie in ein Buch gezeichnet würden, mit eisernem Griffel und Blei in den Felsen eingehauen auf ewig!

Und ich, ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen; und ist nach meiner Haut dies da zerstört, so werde ich aus meinem Fleisch Gott anschauen, den ich selbst mir anschauen und den meine Augen sehen werden, und kein anderer: Meine Nieren verschmachten in meinem Innern.

Wenn ihr sagt: Wie wollen wir ihn verfolgen? – und dass die Wurzel der Sache sich in mir befinde, so fürchtet euch vor dem Schwert! Denn das Schwert ist der Grimm über die Ungerechtigkeiten; damit ihr wisst, dass es ein Gericht gibt.

Hiob 20

Und Zophar, der Naamatiter, antwortete und sprach:

Darum geben meine Gedanken mir Antwort, und deswegen bin ich innerlich erregt: Eine Zurechtweisung, mir zur Schande, höre ich; aber <mein> Geist antwortet mir aus meiner Einsicht.

Weißt du dies, dass von jeher, seitdem der Mensch auf die Erde gesetzt wurde, der Jubel der Gottlosen kurz und die Freude des Ruchlosen für einen Augenblick war? Stiege auch seine Höhe bis zum Himmel hinauf, und rührte sein Haupt an die Wolken – gleich seinem Kot vergeht er für immer; die ihn gesehen haben, sagen: Wo ist er? Wie ein Traum verfliegt er, und man findet ihn nicht, und er wird verscheucht wie ein Nachtgesicht. Das Auge hat ihn erblickt und <sieht ihn> nie mehr, und seine Stätte gewahrt ihn nicht mehr. Seine Kinder müssen den Armen Wiedergutmachung leisten, und seine Hände sein Vermögen zurückgeben. Seine Knochen waren voll seiner Jugendkraft, und <nun> liegt sie mit ihm im Staub.

Wenn das Böse in seinem Mund süß war, er es verbarg unter seiner Zunge, es aufsparte und nicht fahren ließ und es zurückhielt unter seinem Gaumen: so ist <doch nun> seine Speise in seinen Eingeweiden verwandelt; Schlangengalle ist in seinem Innern. Reichtum hat er verschlungen, und er speit ihn aus: Aus seinem Bauch treibt Gott ihn heraus. Schlangengift sog er ein: Es tötet ihn die Zunge der Otter. Nicht darf er sich laben an Fluten, strömenden Bächen von Honig und Milch. Das Errungene gibt er zurück, und er darf es nicht verschlingen; an dem Vermögen, das er erworben hat, darf er sich nicht freuen. Denn er hat misshandelt, verlassen die Geringen; Häuser hat er an sich gerissen und wird sie nicht ausbauen. Denn er kannte keine Ruhe in seinem Innern; mit seinem Teuersten wird er nicht entkommen. Nichts entging seiner Fressgier; darum wird sein Wohlstand nicht von Dauer sein. In der Fülle seines Überflusses wird er in Bedrängnis sein; die Hand jedes Notleidenden wird über ihn kommen. Es wird geschehen: Um seinen Bauch zu füllen, wird Gott die Glut seines Zorns in ihn entsenden und sie auf ihn regnen lassen in sein Fleisch hinein. Flieht er vor den eisernen Waffen, so wird der eherne Bogen ihn durchbohren. Er zieht <am Pfeil>, und er kommt aus dem Leib hervor, und das glänzende Eisen aus seiner Galle. Er geht dahin: Schrecken <kommen> über ihn. Alle Finsternis ist aufgespart für seine Schätze; ein Feuer, das nicht angeblasen ist, wird ihn fressen, wird verzehren, was in seinem Zelt übrig geblieben ist. Der Himmel wird seine Ungerechtigkeit enthüllen und die Erde sich gegen ihn erheben. Der Ertrag seines Hauses wird weggeführt werden, wird zerrinnen am Tag seines Zorns. Das ist das Teil des gottlosen Menschen von Gott und das von Gott ihm zugesprochene Los.

Hiob 21

Und Hiob antwortete und sprach:

Hört, hört meine Rede, und dies ersetze eure Tröstungen! Ertragt mich, und ich will reden, und nachdem ich geredet habe, magst du spotten. Richtet sich meine Klage an einen Menschen? Oder warum sollte ich nicht ungeduldig sein? Wendet euch zu mir und entsetzt euch, und legt die Hand auf den Mund!

Ja, wenn ich daran denke, so bin ich bestürzt, und Schauder erfasst mein Fleisch. Warum leben die Gottlosen, werden alt, nehmen sogar an Macht zu? Ihre Nachkommen stehen fest vor ihnen, mit ihnen, und ihre Sprösslinge vor ihren Augen. Ihre Häuser haben Frieden, ohne Furcht, und Gottes Rute ist nicht über ihnen. Sein Stier belegt und befruchtet sicher, seine Kuh kalbt und wirft nicht fehl. Ihre kleinen Kinder schicken sie aus wie eine Herde, und ihre Knaben hüpfen umher. Sie erheben die Stimme bei Tamburin und Laute und sind fröhlich beim Klang der Schalmei. Im Wohlergehen verbringen sie ihre Tage, und in einem Augenblick sinken sie in den Scheol hinab. Und doch sprechen sie zu Gott: Weiche von uns! Und nach der Erkenntnis deiner Wege verlangen wir nicht! Was ist der Allmächtige, dass wir ihm dienen sollten, und was nützt es uns, dass wir ihn <bittend> angehen? Siehe, ihr Wohlergehen steht nicht in ihrer Hand. Der Rat der Gottlosen sei fern von mir! Wie oft geschieht es, dass die Leuchte der Gottlosen erlischt und ihr Verderben über sie kommt, dass er ihnen Schlingen zuteilt in seinem Zorn, dass sie wie Stroh werden vor dem Wind und wie Spreu, die der Sturmwind entführt? Gott spart, <sagt ihr>, sein Unheil auf für seine Kinder. – Er vergelte ihm, dass er es fühle! Seine Augen sollen sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmächtigen trinke er! Denn was liegt ihm an seinem Haus nach ihm, wenn die Zahl seiner Monate durchschnitten ist? – Kann man Gott Erkenntnis lehren, da er es ja ist, der die Hohen richtet? Dieser stirbt in seiner Vollkraft, ganz wohlgemut und sorglos. Seine Gefäße sind voll Milch, und das Mark seiner Gebeine ist getränkt. Und jener stirbt mit bitterer Seele und hat das Gute nicht genossen. Miteinander liegen sie im Staub, und Gewürm bedeckt sie.

Siehe, ich kenne eure Gedanken und die Anschläge, womit ihr mir Gewalt antut. Denn ihr sagt: Wo ist das Haus des Edlen und wo das Wohnzelt der Gottlosen? Habt ihr nicht die befragt, die des Weges vorüberziehen? Und erkennt ihr ihre Merkmale nicht: dass der Böse verschont wird am Tag des Verderbens, dass sie am Tag der Zornesfluten weggeleitet werden? Wer wird ihm ins Angesicht seinen Weg kundtun? Und hat er gehandelt, wer wird es ihm vergelten? Und er wird zu den Gräbern hingebracht, und auf dem Grabhügel wacht er. Süß sind ihm die Schollen des Tals. Und hinter ihm her ziehen alle Menschen, und vor ihm her <gingen sie> ohne Zahl.

Wie tröstet ihr mich nun mit Dunst? Und von euren Antworten bleibt <nur> Treulosigkeit übrig.


Meine Antworten

Das eigentliche Ziel des Bibelstudiums ist, Gott besser kennenzulernen.
Was sagt dieses Abschnitt über das Wesen und die Persönlichkeit Gottes aus?

  • Gott lebt (Hi 19,25)
  • Gott ist der erste und der letzte (Hi 19,25, s. a. Offb 22,13)
  • jeder wird Gott sehen (Hi 19,27)
  • Gott ist Richter (Hi 19,29)
  • Gott ist der Schöpfer (Hi 20,4)

Gott hat mir die Bibel gegeben, damit sie mein Leben verändert.

Welche Dinge in Bezug auf meine Gewohnheiten oder Charaktereigenschaften fallen mir während der Bearbeitung dieses Abschnitt ein, die der Korrektur oder Änderung bedürfen?

Welches sind in diesem Abschnitt...
... die Schlüsselverse, Schlüsselsätze, Schlüsselwörter?

  • Doch {ich} weiß: Mein Erlöser lebt; und als der letzte wird er über dem Staub stehen. (Hi 19,25)
  • Und nachdem man meine Haut so zerschunden hat, werde ich doch aus meinem Fleisch Gott schauen. (Hi 19,26)
  • Ja, {ich} werde ihn für mich sehen, und meine Augen werden <ihn> sehen, aber nicht als Fremden. Meine Nieren verschmachten in meinem Innern. (Hi 19,27)
  • so fürchtet euch selbst vor dem Schwert! Denn das Schwert ist der Grimm, <der über> die Sünden <kommt>, damit ihr erkennt: Es gibt einen Richter. (Hi 19,29)

... die Schlüsselpunkte oder Prinzipien - und wie wirken sie in meinem Leben?

 

Erkenne ich in diesem Abschnitt...
... Anweisungen, denen ich gehorchen sollte?

 

... Verheißungen, auf die ich mich berufen kann?

  • Doch {ich} weiß: Mein Erlöser lebt (Hi 19,25)
  • Ja, {ich} werde ihn für mich sehen, und meine Augen werden <ihn> sehen, aber nicht als Fremden. (Hi 19,27)

... Wertmaßstäbe, nach denen ich mich richten sollte?

 

... Beispiele, die mich etwas lehren wollen?

 

Welche Überschrift (drei bis sechs Worte) würde ich diesem Abschnitt geben, die mir hilft, seine Aussage zu behalten?

  • Rede von Bildad und die Antwort Hiobs
  • Rede von Zofar und Hiobs Antwort

Informationen


Weiterführende Dokumente

 

Tag 34

Informationen


Fragen

  1. Das eigentliche Ziel des Bibelstudiums ist, Gott, den Vater und den Herrn Jesus besser kennenzulernen. Was sagt dieses Kapitel über das Wesen und die Persönlichkeit Gottes aus?
  2.  Gott hat mir die Bibel gegeben, damit sie mein Leben verändert. Welche Dinge in Bezug auf meine Gewohnheiten oder Charaktereigenschaften fallen mir während der Bearbeitung dieses Kapitels ein, die der Korrektur oder Änderung bedürfen?
  3. Welches sind in diesem Kapitel ...
    • die Schlüsselverse, Schlüsselsätze, Schlüsselwörter?
    • die Schlüsselpunkte oder Prinzipien - und wie wirken sie in meinem Leben?
  4. Erkenne ich in diesem Kapitel ...
    • Anweisungen, denen ich gehorchen sollte?
    • Verheißungen, auf die ich mich berufen kann?
    • Wertmaßstäbe, nach denen ich mich richten sollte?
    • Beispiele, die mich etwas lehren wollen?
  5. Welche Überschrift (drei bis sechs Worte) würde ich diesem Kapitel geben, die mir hilft, seine Aussage zu behalten?

Die beste Vorbereitung für die Bearbeitung der einzelnen Kapitel: Lies das Kapitel ... lies es noch einmal ... und lies es noch einmal.


Bibeltext

Hiob 15

Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:

Wird ein Weiser windige Erkenntnis antworten, und wird er sein Inneres füllen mit Ostwind, streitend mit Reden, die nichts taugen, und mit Worten, womit er nicht nützt? Ja, du vernichtest die Gottesfurcht und schmälerst die Andacht vor Gott. Denn deine Ungerechtigkeit belehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der Listigen. Dein Mund verdammt dich, und nicht ich; und deine Lippen zeugen gegen dich.

Bist du als Erster zum Menschen gezeugt und vor den Hügeln du geboren?
Hast du im Rat Gottes zugehört und die Weisheit an dich gerissen?
Was weißt du, das wir nicht wüssten, <was> verstehst du, das uns nicht bekannt wäre?
Unter uns sind auch Alte, auch Greise, reicher an Tagen als dein Vater.

Sind dir zu wenig die Tröstungen Gottes, und ein sanftes Wort an dich <zu gering>?
Was reißt dein Herz dich hin, und was zwinkern deine Augen, dass du gegen Gott dein Schnauben kehrst und Reden hervorkommen lässt aus deinem Mund?
Was ist der Mensch, dass er rein sein sollte, und der von einer Frau Geborene, dass er gerecht wäre?
Siehe, auf seine Heiligen vertraut er nicht, und die Himmel sind nicht rein in seinen Augen, wie viel weniger der Abscheuliche und Verderbte, der Mann, der Unrecht trinkt wie Wasser!

Ich will es dir berichten, höre mir zu; und was ich gesehen habe, will ich erzählen, was die Weisen verkündigt und nicht verhehlt haben von ihren Vätern her – ihnen allein war das Land übergeben, und kein Fremder zog durch ihre Mitte –:

Alle seine Tage wird der Gottlose gequält, und eine <kleine> Zahl von Jahren ist dem Gewalttätigen aufgespart. Die Stimme von Schrecknissen ist in seinen Ohren, im Frieden kommt der Verwüster über ihn; er glaubt nicht an eine Rückkehr aus der Finsternis, und er ist ausersehen für das Schwert. Er schweift umher nach Brot – wo <ist es>? Er weiß, dass neben ihm ein Tag der Finsternis bereitet ist. Angst und Bedrängnis schrecken ihn, sie überwältigen ihn wie ein König, gerüstet zum Sturm.
Weil er seine Hand gegen Gott ausgestreckt hat und gegen den Allmächtigen trotzte, gegen ihn anrannte mit gerecktem Hals, mit den dichten Buckeln seiner Schilde;  weil er sein Angesicht bedeckt hat mit seinem Fett und Speck angesetzt hat an den Lenden – und er bewohnte zerstörte Städte, Häuser, die nicht bewohnt werden sollten, die zu Steinhaufen bestimmt waren –, so> wird er nicht reich werden, und sein Vermögen wird keinen Bestand haben; und nicht neigt sich zur Erde, was solche besitzen. Er entweicht nicht der Finsternis; seine Schösslinge versengt die Flamme; und er muss weichen durch den Hauch seines Mundes.

Er verlasse sich nicht auf Nichtiges, er wird getäuscht; denn Nichtiges wird seine Vergeltung sein. Noch ist sein Tag nicht da, so erfüllt es sich; und sein Palmzweig wird nicht grün.  Wie der Weinstock stößt er seine unreifen Früchte ab, und wie der Olivenbaum wirft er seine Blüte ab. Denn der Hausstand des Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer frisst die Zelte der Bestechung. Sie sind schwanger mit Mühsal und gebären Unheil, und ihr Inneres bereitet Trug.

Hiob 16

Und Hiob antwortete und sprach:

Ich habe vieles dergleichen gehört; leidige Tröster seid ihr alle! 
Hat es ein Ende mit den windigen Worten? Oder was reizt dich, dass du antwortest?
Auch ich könnte reden wie ihr. Wenn eure Seele an der Stelle meiner Seele wäre, könnte ich Worte gegen euch zusammenreihen und mein Haupt über euch schütteln; ich wollte euch stärken mit meinem Mund, und das Beileid meiner Lippen würde <euch> Linderung bringen. Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich es, nicht weicht er von mir. Ja, er hat mich bereits erschöpft – du hast meinen ganzen Hausstand verwüstet. Und du hast mich zusammenschrumpfen lassen, zum Zeugen wurde es; und meine Abmagerung tritt gegen mich auf, sie zeugt mir ins Angesicht. Sein Zorn hat mich zerfleischt und verfolgt, er hat mit seinen Zähnen gegen mich geknirscht; als mein Bedränger schärft er seine Augen gegen mich. Ihr Maul haben sie gegen mich aufgesperrt, mit Hohn meine Wangen geschlagen; allesamt stärken sie sich gegen mich.
Gott gab mich preis dem kleinen Kind, und in die Hände der Gottlosen stürzte er mich.
Ich war in Ruhe, und er hat mich zerrüttelt, und er packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich; und er stellte mich hin, sich zur Zielscheibe. 
Seine Schützen umzingelten mich, er spaltete meine Nieren ohne Schonung; er schüttete meine Galle zur Erde. Er durchbrach mich, Bruch auf Bruch; er rannte gegen mich wie ein Held. Ich habe Sacktuch über meine Haut genäht und mein Horn in den Staub gesteckt. Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der Schatten des Todes, obwohl keine Gewalttat in meinen Händen und mein Gebet lauter ist.

Erde, bedecke nicht mein Blut, und für mein Geschrei sei kein Platz! Sogar jetzt, siehe, im Himmel ist mein Zeuge, und der mir Zeugnis gibt, ist in den Höhen. Meine Freunde sind meine Spötter: Zu Gott tränt mein Auge, dass er schiedsrichterlich entscheide Gott gegenüber für einen Mann, und für einen Menschensohn hinsichtlich seines Freundes. Denn die zählbaren Jahre gehen vorüber, und ich werde einen Weg gehen, auf dem ich nicht wiederkehren werde.

Hiob 17

Mein Geist ist verstört, meine Tage erlöschen, die Gräber sind für mich. Sind nicht Spöttereien um mich her, und muss nicht mein Auge weilen auf ihren Beleidigungen? Setze doch <ein Pfand> ein, leiste Bürgschaft für mich bei dir selbst! Wer ist es <sonst>, der in meine Hand einschlagen wird? Denn ihr Herz hast du der Einsicht verschlossen; darum wirst du ihnen nicht die Oberhand geben. Wenn einer die Freunde zur Beute preisgibt, so werden die Augen seiner Kinder verschmachten. Und er hat mich hingestellt zum Sprichwort der Völker, und ich bin zum Anspeien ins Angesicht. Und mein Auge ist trübe geworden vor Kummer, und wie der Schatten sind alle meine Glieder.
Die Aufrichtigen werden sich darüber entsetzen, und der Schuldlose wird aufgebracht werden über den Ruchlosen. Doch der Gerechte wird an seinem Weg festhalten, und der an Händen Reine wird an Stärke zunehmen. Aber ihr alle, kommt nur wieder heran! Und einen Weisen werde ich nicht unter euch finden.
Meine Tage sind vorüber, zerrissen sind meine Pläne, das Eigentum meines Herzens. Die Nacht machen sie zum Tag, das Licht soll näher sein als die Finsternis. Wenn ich hoffe, so ist der Scheol mein Haus, in der Finsternis bette ich mein Lager. Zur Grube rufe ich: Du bist mein Vater!, zum Gewürm: Meine Mutter und meine Schwester! Wo also ist denn meine Hoffnung – ja, meine Hoffnung, wer wird sie schauen? Sie fährt hinab zu den Riegeln des Scheols, wenn <wir> miteinander im Staub Ruhe <haben>.


Meine Antworten

Das eigentliche Ziel des Bibelstudiums ist, Gott besser kennenzulernen.
Was sagt dieses Abschnitt über das Wesen und die Persönlichkeit Gottes aus?

 

Gott hat mir die Bibel gegeben, damit sie mein Leben verändert.
Welche Dinge in Bezug auf meine Gewohnheiten oder Charaktereigenschaften fallen mir während der Bearbeitung dieses Abschnitt ein, die der Korrektur oder Änderung bedürfen?

 

Welches sind in diesem Abschnitt...
... die Schlüsselverse, Schlüsselsätze, Schlüsselwörter?

  • Ja, du zerstörst die Gottesfurcht und beschneidest die Andacht vor Gott. (Hi 15,4)
  • Hörst du im Rat Gottes zu, und reißt du die Weisheit an dich? (Hi 15,8)
  • Was ist der Mensch, dass er rein dastehen könnte, und der von einer Frau Geborene, dass er gerecht wäre? (Hi 15,14)

... die Schlüsselpunkte oder Prinzipien - und wie wirken sie in meinem Leben?

 

Erkenne ich in diesem Abschnitt...
... Anweisungen, denen ich gehorchen sollte?

  • rechte Gottesfurcht (Hi 15,4)
  • vor Gott ist keiner Gerecht, deswegen müssen wir uns unter die Gnade Gottes stellen, die er durch den Tod Jesus für uns bereitgestellt hat

... Verheißungen, auf die ich mich berufen kann?

 

... Wertmaßstäbe, nach denen ich mich richten sollte?

 

... Beispiele, die mich etwas lehren wollen?

 

Welche Überschrift (drei bis sechs Worte) würde ich diesem Abschnitt geben, die mir hilft, seine Aussage zu behalten?

  • Elifas Rede und Hiobs Antwort

Informationen


Weiterführende Dokumente

 
 

Weitere Beiträge …

Erklärung der Farben

im Bibeltext

Blau Handeln Gottes
Blau Rede Gottes
Rot Betrift mein Leben
Grün

Verheißung / Versprechen

Grün Verheißung / Versprechen
Braun wichtig
Beige wichtig
Türkis Jesus
Gelb Heiliger Geist